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Preisanstieg für Erdgas : Christian Lindner erwartet Normalisierung der Gaspreise auf höherem Niveau

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Die Sonne geht hinter technischen Anlagen des Erdgasspeichers Katharina auf. Der Preis für europäisches Erdgas ist zuletzt wieder gestiegen. Grund dürfte die Ausrufung der Teilmobilmachung durch Russlands Präsident Wladimir Putin wegen des Ukraine-Kriegs sein. Bild: dpa

Neue Spannungen zwischen Russland und dem Westen haben am Mittwochvormittag die Preise für europäisches Erdgas wieder steigen lassen. Damit wird die Gasversorgung Winter noch ungewisser.

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          Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) rechnet damit, dass die sehr hohen Gaspreise in Europa wieder etwas zurückgehen werden.

          „Wir gehen davon aus, dass in absehbarer Zeit – 2023 – wir eine Normalisierung erfahren werden, nicht auf dem alten Niveau, aber auf dem Niveau des Weltmarktpreises für Flüssiggas„, sagte Lindner nach Angaben des Nachrichtenportals „The Pioneer“ bei einer Veranstaltung. Der Gaspreis werde dann „immer noch herausfordernd“ sein, aber „nicht ruinös“. Es gehe jetzt darum, eine Brücke zu bauen, „hin zu einer neuen Normalität gestiegener Energiepreise“.

          Lindner verteidigte den Staatseinstieg beim Gasimporteur Uniper. „Wir haben Unternehmen, die wir vor der Insolvenz, dem Zusammenbruch schützen, weil dahinter möglicherweise eine Entwicklung steht wie bei Lehman“ , sagte er auf der Veranstaltung des Nachrichtenportals. Mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 wurde aus einer Immobilienblase in den USA eine globale Finanzkrise.

          Europäischer Gaspreis steigt nach Putin-Ankündigung

          Nach der Ankündigung einer militärischen Teilmobilmachung in Russland war der Preis für europäisches Erdgas am Mittwoch wieder gestiegen. Die ohnehin unsicheren Aussichten für die Gasversorgung Europas im Winter werden damit noch ungewisser.

          Am Vormittag kletterte der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um rund neun Prozent bis auf etwa 213 Euro je Megawattstunde. Der TTF-Kontrakt gilt als Richtschnur für das europäische Preisniveau. Seit Mitte September war der Preis tendenziell gefallen, allerdings von hohem Niveau aus.

          Auch Ölpreis zieht an

          Auch der Ölpreis reagierte auf die jüngsten Entwicklungen: Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 92,76 Dollar – und damit 2,14 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,12 auf 86,06 Dollar.

          Der Markt befürchtet durch Putins Maßnahme eine weitere Eskalation im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zuvor waren die Ölpreise seit einiger Zeit wegen der Erwartung einer schwachen Konjunktur in vielen großen Volkswirtschaften gesunken.

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