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Chinesische Bank : Entrüstung über Kontoservice für Paare

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Schau mal, dein Geld: In China kümmern sich häufig die Frauen um die häuslichen Finanzen Bild: dpa

Eine Bank aus China bietet an, das Einkommen des Mannes direkt auf das Konto der Frau weiterzuleiten. Im Reich der Mitte kümmern sich häufig die Frauen um die häuslichen Finanzen - dennoch löst das Modell der Bank Proteste aus.

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          Eine chinesische Bank hat mit ihrem Angebot, das Einkommen eines Mannes direkt auf das Konto seiner Ehefrau weiterzuleiten, im Internet einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das Angebot der China Merchants Bank (CMB) sei „viel zu grausam“, hieß es in einem der 170.000 Kommentare zu dem Thema, die bis Montag auf dem Kurzbotschaftendienst Sina Weibo erschienen.

          Es sei ein „Segen für die Damen und ein tödlicher Stoß für die Männer“. Ein anderer Nutzer fragt: „Legt diese Bank es darauf an, alle Männer in China außer Gefecht zu setzen oder alle chinesischen Familien auseinanderzunehmen?“

          Voller Glück zusammenleben

          Die CMB beschreibt ihren neuen Kontoservice auf ihrer Internetseite als „zeit- und energiesparende“ Art für ein Paar, Geld zu sparen. Das Kreditinstitut verdeutlicht dies am Beispiel des fiktiven Pärchens Xinyan und Wenhao, das auf ein Haus spart. Die Bank prüfe täglich das Konto von Ehemann Wenhao und wenn dort mehr als 1000 Yuan (119 Euro) zu sehen seien, werde der darüber liegende Teil automatisch auf Xinyans Konto gebucht. Seit die Frischverheirateten dieses Angebot nutzten, lebten sie „noch besser“ und voller Glück zusammen, heißt es in der Werbung.

          In China kümmern sich häufig die Frauen um die häuslichen Finanzen. Allerdings hat sich diese Gewohnheit mit der Modernisierung des Landes auch verändert, vor allem bei jungen Chinesen.

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