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Kommentar : Superwettlauf

  • -Aktualisiert am

Chinas neuer Supercomputer soll die ganz großen nationalen Aufgaben bewältigen. Dass sich die Investition in den Rechner rechnet, muss der aber erst noch beweisen.

          Supercomputer sind Prestigeobjekte für Wirtschaftsnationen. Sie fordern große Investitionen und werden doch meist nach wenigen Jahren überholt von neueren Modellen, die noch schneller und präziser rechnen. Sie sind unerlässlich für die Forschung, wer sich Spitzenuniversitäten leisten möchte, muss denen auch die Möglichkeit für die Berechnung von komplexen Modellen geben. Und das funktioniert nur mit solchen Hochleistungsmaschinen.

          China hat sich in den vergangenen Jahren an die Spitze der Entwicklung gesetzt, mit 171 Supercomputern unter den schnellsten 500 stellen sie genauso viele wie die Amerikaner, darunter zwei der Top-3. Und das in Eigenregie: Während man früher Chips aus Amerika bezog, gilt heute nur noch „Made in China“. Der neue Superrechner soll dann die ganz großen nationalen Aufgaben bewältigen. Die Smogbekämpfung erleichtern, indem er die Verbreitung im ganzen Land berechnet.

          Milliarden für Aufbaukosten und Versicherungen sparen, indem Naturkatastrophen oder Epidemien schon analysiert werden können, bevor sie geschehen. Und nicht zuletzt soll der Computer Gensequenzen und Proteinstrukturen in heute unbekannter Geschwindigkeit entschlüsseln. Doch das hat seinen Preis, auch wenn der freilich nicht kommuniziert wird. Dass sich die Investition in den Rechner rechnet, muss er aber erst noch beweisen.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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