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Brics-Gipfel : Chinas Präsident Xi sieht Gefahren für Weltwirtschaft

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Chinas Präsident präsentiert sich gerne als Hüter eines fairen, internationalen Handels. Bild: HO/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der amerikanische Präsident Donald Trump wirft China regelmäßig „unfaire Handelspraktiken“ vor. Jetzt warnt ausgerechnet sein Kontrahent, Xi Jinping, vor Protektionismus.

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          Chinas Präsident Xi Jinping hat vor steigenden Risiken für die Weltwirtschaft gewarnt. Zwar hätten der internationale Handel und die Investitionen wieder an Fahrt gewonnen, sagte Xi am Dienstag auf einem Treffen der fünf großen Schwellenländer. Zugleich hätten aber auch die Gefahren für die globale Konjunktur zugenommen.

          „Manche Länder sind zunehmend nach innen orientiert, und ihr Bestreben, an der globalen Entwicklungszusammenarbeit teilzunehmen, hat nachgelassen“, sagte Xi. So seien multilaterale Handelsgespräche nur mit großen Schwierigkeiten vorangegangen. Zudem sei die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens auf Widerstand gestoßen. Vor diesem Hintergrund trat Xi für eine engere Zusammenarbeit der aufstrebenden Schwellenländer ein.

          China als fairer Handelspartner?

          Chinas Präsident sieht sich selbst als Garant einer neuen Weltordnung: Er werde die „gemeinsame Bestimmung der Menschheit“ verteidigen. Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet, will China 500 Millionen Dollar zur Verfügung stellen, um den Hunger und die Armut in anderen aufstrebenden Wirtschaftsnationen zu bekämpfen. Außerdem habe Xi entwickelte Staaten dazu aufgerufen, nicht-entwickelte Länder mehr zu unterstützen.

          Auf dem Gipfel, an dem neben China noch Brasilien, Russland, Indien und Südafrika teilnehmen, steht angesichts drohender Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen China der Kampf gegen Protektionismus im Vordergrund. Die Volksrepublik, die dieses Jahr den Vorsitz der sogenannten Brics-Staaten innehat, positioniert sich als Hüterin der Globalisierung. Gleichzeitig werden dem Land ebenfalls unfaire Handelspraktiken vorgeworfen: Das Weiße Haus hat immer wieder Chinas Handelspraktiken scharf kritisiert und den Druck auf China wegen Missbrauchs von geistigem Eigentum erhöht.

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