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Verdrängt China den Westen? : Der dritte Systemwettbewerb

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Auf Schnäppchenjagd in Peking: Wird der chinesische Staatskapitalismus die westlichen Marktwirtschaften übertreffen? Bild: Reuters

Die Kräfteverhältnisse verschieben sich nach Asien. Kann der chinesische Staatskapitalismus mehr wirtschaftlichen Wohlstand produzieren als die westlichen Marktwirtschaften? Was Europa jetzt tun sollte.

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          Es gehört zum Selbstverständnis des „alten Westens“, dass die Kombination aus Marktwirtschaft, liberaler Demokratie und Rechtsstaat wirtschaftlich erfolgreicher und humaner ist als jede andere Gesellschaftsordnung. Diese Gewissheit wird durch den Aufstieg Chinas erschüttert. Dieses Land erreicht eine dynamische Wirtschaftsentwicklung mit einem politischen System, in dem eine Einheitspartei herrscht und in dem wichtige Bestandteile liberaler Demokratien wie Pressefreiheit, Gewaltenteilung und der Schutz von Individualrechten fehlen oder nur schwach ausgeprägt sind.

          Marktwirtschaftliche Elemente wie privates Unternehmertum und freie Preisbildung spielen in China zwar eine wachsende Rolle. Trotzdem kontrolliert der Staat in vielen Sektoren das Wirtschaftsgeschehen. Das Bankensystem befindet sich fast vollständig in Staatseigentum. Ähnliches gilt für die meisten großen Industrieunternehmen. In der Fortune-Liste der 500 größten Unternehmen sind 103 Firmen aus China, darunter 73, bei denen der chinesische Staat Mehrheitseigner ist. Wie groß der staatliche Einfluss bei formell privaten Unternehmen ist, ist intransparent.

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