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Handels-Kommentar : China zeigt Nerven im Streit der Supermächte

Im Westen werden Chinas Führung zuweilen Superkräfte zugetraut. Doch selbst die Führung mag der eigenen Propaganda – das Land sei stark – nicht mehr glauben.

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          Jedes Mal, wenn die chinesische Regierung eine neue Strafzoll-Drohung aus Washington markig mit dem Ruf beantwortet, man werde „zurückhauen“, ist das Staunen unter vielen Beobachtern im Westen groß. Gerade weil das riesige Land in Fernost so unbekannt ist, werden Chinas Führung zuweilen Superkräfte zugetraut.

          In China hingegen herrscht Angst vor einem Handelskrieg mit Amerika. Das geht nicht nur aus den seltenen aufrichtigen Warnungen chinesischer Ökonomen vor einem Abschwung und einer Finanzkrise hervor. Auch die Anleger und Unternehmer im Land zeigen mit ihren Wetten auf einen weiteren Fall der Börsenkurse und der Währung Yuan, für wie wahrscheinlich sie einen Abschwung halten.

          Auch die Führung mag der eigenen Propaganda nicht mehr folgen, das Land sei stark und stehe einen Zollkrieg mit Amerika mit vereinten Kräften durch wie einst Mao und seine Genossen auf dem Langen Marsch im Bürgerkrieg. Die Zentralbank pumpt im Wochentakt Hunderte Milliarden Dollar in die Märkte. Und das, nachdem Präsident Xi Jinping im vergangenen Jahr den Abbau der die Stabilität des Landes gefährdende Verschuldung der Unternehmen als wichtiges Ziel ausgegeben hatte. Im Streit der Supermächte zeigt China Nerven.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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