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Chinas neue Klimaziele : Peking verpflichtet sich zur Klimaneutralität bis 2060

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Klimasünder China: Rauch steigt aus einer Anlage zur Verarbeitung von Kohle zu Industrieruß auf. Bild: dpa

Drei Tage vor der Weltklimakonferenz hat China eine aktualisierte Version seiner Klimaschutzpläne vorgelegt. Peking bekräftigt darin das Ziel, spätestens 2060 Klimaneutralität zu erreichen. Zudem soll der Höchstwert beim CO2-Ausstoß vor 2030 erreicht sein.

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          Gemäß der nun eingereichten Klimaziele will China eine Reduzierung seiner Treibhausgas-Emissionen um mehr als 65 Prozent im Vergleich zu 2005 erreichen. In der vorherigen Version seiner Klimaziele hatte China eine Minderung der Emissionen um 60 bis 65 Prozent bis 2030 angestrebt.

          China, das für mehr als ein Viertel der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist, gehört zu den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015. In dem Abkommen hatte sich die internationale Gemeinschaft darauf verständigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

          Mit dem Abkommen verpflichteten sich die Unterzeichnerstaaten zudem darauf, alle fünf Jahre neue, ambitionierte nationale Klimaschutzbeiträge (NDC) zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes vorzulegen.

          Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte das Ziel der Klimaneutralität bereits im September des vergangenen Jahres vor der UN-Vollversammlung verkündet. Offiziell hatte Peking seine neuen NDC bislang aber nicht bei der UNO eingereicht.

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