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China und der Elektroantrieb : Die verordnete Auto-Revolution

Xu Liuping, Vorsitzender der staatlichen chinesischen FAW Gruppe, präsentiert das Elektro-Konzeptauto Hongqi E-Jing GT. Bild: dpa

China hat den größten Markt für E-Autos – doch kaum sinken die Subventionen, streiken die Käufer. Die deutsche Autoindustrie glaubt deswegen nicht, dass der Einfluss der Regierung abnimmt.

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          Anting ist in China bekannt als „deutsche Stadt“. Häuser, Straßen, Läden: Alles sollte so werden wie in Deutschland, das war vor 15 Jahren der Plan. Heute plant China von dem Schanghaier Vorort aus den Angriff auf Deutschlands Autoindustrie. Präsident Xi Jinping, sind Denkfabriken wie das Council on Foreign Relations überzeugt, wolle Volkswagen, Daimler, BMW und andere westliche Hersteller und Industrien „verdrängen“: erst aus China, dann vom Weltmarkt. Die Technik, die zum Sieg führen soll, können Schanghais Bürger in Anting testen. Von Dienstag bis Sonntag, 9 bis 16 Uhr, halten uniformierte Helfer Dutzende Autos mit E-Antrieb zur Probefahrt bereit. Der riesige SUV „Tang“, benannt nach Chinas großer Dynastie, beschleunigt auf Tempo 100 in nur 4,5 Sekunden und fährt rein elektrisch 80 Kilometer weit. Das sind 30 Kilometer mehr als die doppelt so teure Hybrid-Version des Touareg, die VW im März in Peking vorstellte.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Auch ein E-Golf steht in Anting, neben E-BMW und E-Daimler. Die meisten Besucher, berichtet ein Helfer, wollten aber den „Tang“ um den Block jagen, den Hersteller BYD aus Shenzhen mit einer Kamera anbietet, die den Verkehr aus einem Winkel von 360 Grad filmt, was nützlich ist in Chinas Verkehrschaos.

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