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Warnung vor Krieg : Der Streit um den Pazifik spitzt sich zu

Noch in chinesischer Betreiberhand: Der Hafen Darwin in Australien Bild: action press

Australien verschärft sein Vorgehen gegen China. Der strategisch wichtige Hafen Darwin soll Pekings Einfluss entzogen werden. Australiens neuer Verteidigungsminister findet immer drastischere Worte.

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          Die Stimmung im Indo-Pazifik wird immer eisiger. Australien prüft, einem chinesischen Staatsunternehmen den Betrieb seines strategisch wichtigen Hafens Darwin zu entziehen, an dem immer mehr amerikanische Soldaten stationiert werden. Zugleich warnen Spitzenpolitiker in Canberra vor der „Falle“ der Neuen Seidenstraße, der wichtigsten Infrastrukturinitiative Pekings. Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) plant trotz Corona für die deutsche und die neue europäische Indo-Pazifik-Strategie in Asien zu werben, unter anderem auf dem Sicherheitsgipfel Shangri-La Dialogue in Singapur Anfang Juni. Die Konzepte betonen die wirtschaftliche Bedeutung der Region. In Singapur will auch der neue amerikanische Verteidigungsminister Lloyd J. Austin III der traditionell starken chinesischen Delegation entgegentreten.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Schon vorher hat Canberra eine neue Runde in der immer schärferen Auseinandersetzung mit seinem wichtigsten Kunden für Bodenschätze eingeläutet. Der neue australische Verteidigungsminister Peter Dutton warnte vor einem Krieg um Taiwan und erklärte, sein Land werde „schon angegriffen“ über das Internet. Der beamtete Leiter des Innenministeriums, Michael Pezzullo, warnte vor den „Trommeln des Krieges“.

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