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Soziale Sicherung : China erwägt höheres Rentenalter

  • Aktualisiert am

Yin Weimin Bild: AFP

Die chinesische Bevölkerung altert rapide. Grund dafür ist die seit dreißig Jahren geltende Ein-Kind-Politik. Chinas Arbeitsminister erwägt nun eine schrittweise Anhebung des Rentenalters.

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          China erwägt wegen der alternden Bevölkerung eine schrittweise Anhebung des Rentenalters. „Die Rentenversicherung sieht sich enormem Druck ausgesetzt, in Zukunft die Kosten zu decken“, begründete Arbeitsminister Yin Weimin am Dienstag in Peking das Vorhaben. Einen konkreten Zeitpunkt für eine Anhebung nannte er allerdings nicht. Frauen können in der Volksrepublik teilweise schon mit 50 Jahren in Rente gehen. Derzeit sind nur 15 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre. Aber bereits in wenigen Jahren steige ihr Anteil auf 39 Prozent, warnte Yin.

          Die Rentenversicherung nahm 2014 rund 2,3 Billionen Yuan (310 Milliarden Euro) ein. Die Ausgaben lagen um zwei Billionen Yuan niedriger, sagte Yin. Einige Analysten sagen allerdings voraus, dass ohne Änderungen am aktuellen System in den kommenden 20 Jahren umgerechnet bis zu zehn Billionen Euro in den Kassen fehlenden dürften.

          Der Arbeitsmarkt stehe ohnehin unter Druck, sagte der Minister unter Hinweis auf das geringere Wirtschaftswachstum. Die nach den Vereinigten Staaten zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wird nach Prognose der Regierung in diesem Jahr nur sieben Prozent wachsen - so langsam wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Er sei dennoch optimistisch, dass in 2015 mehr als zehn Millionen Arbeitsplätze entstehen können, sagte Yin.

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