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Schnellere Handelsroute : China eröffnet neue Zugverbindung mit Iran

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Im Trockenhafen Khorgos, liegen rechts die drei Gleise durch Kasachstan, links die drei aus China. Bild: Christoph Hein

Amerika kehrt Iran den Rücken zu – doch China baut seine Handelsbeziehungen mit der islamischen Republik aus. Jetzt gibt es eine neue Zugverbindung.

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          Kurz nach dem Ausstieg des amerikanischen Präsidenten Donald Trump aus dem Atomabkommen mit Teheran hat China eine neue Zugverbindung in den Iran eröffnet. Der erste Güterzug der neuen Strecke startete am Donnerstag aus der nordchinesischen Stadt Bayannur, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.

          Der mit 1150 Tonnen Sonnenblumenkernen beladene Zug soll die 8352 Kilometer lange Reise in die iranische Hauptstadt Teheran demnach in 15 Tagen zurücklegen, ein Zeitersparnis von mindestens 20 Tagen im Vergleich zum Seeweg.

          Nach dem Ende der Sanktionen gegen Teheran hatten China und der Iran vor zwei Jahren vereinbart, den wechselseitigen Handel beider Länder in den kommenden zehn Jahren auf 600 Milliarden Dollar (504 Mrd Euro) mehr als zu verzehnfachen. Für Peking ist die Vernetzung mit dem Iran ein wichtiger Bestandteil seiner Neuen Seidenstraße, ein gewaltiges Infrastrukturprojekt, in dessen Zuge neue Wirtschaftskorridore von China nach Europa und Afrika entstehen sollen.

          Peking hatte den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit dem Iran scharf kritisiert. Außenamtssprecher Lu Kang bedauerte am Mittwoch in Peking die Entscheidung. Es sei ein multilaterales Abkommen, das der UN-Sicherheitsrat gebilligt habe. „Alle Seiten sollten es ernsthaft umsetzen.“

          Die Vereinbarung sei wichtig, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern sowie Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu fördern. Es setze auch ein Beispiel für die Lösung von Krisen durch politische Mittel.

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