China : Die Renaissance der Kohle

In Rio diskutieren die Minister auf dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen über Ressourcenschonung in der Weltwirtschaft. In China hat der Kohle-Hunger zu einer Renaissance des schmutzigsten aller fossilen Brennstoffe geführt. Fachleute warnen vor verheerenden Folgen für das Weltklima.
Am Wochenende fliehen Pekings Einwohner vor der schlechten Luft gern in die nahegelegenen Berge. Im Norden, wo sich die Große Mauer malerisch über die Kämme schlängelt, kann man noch durchatmen, hier zwitschern Vögel, hüpfen Eichhörnchen, es gibt Wälder, Bergbäche, Plantagen mit saftigem Obst. Auf dem Weg in das hübsche Bergdorf Mutianyu unterqueren die Erholungssuchenden eine Eisenbahnbrücke, die fast rund um die Uhr befahren ist. Aus dem Norden schleichen vollbeladene Kohlezüge vorüber Richtung Peking. Die endlose Kette der Waggons kommt aus den Gruben der Inneren Mongolei und endet an den Kraftwerken rund um die Metropole.





