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„Sparsamkeit ist ehrenwert“ : China bestraft jetzt Lebensmittelverschwendung per Gesetz

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Bei diesem Bankett in der Großen Halle des Volkes in Peking wurde 2017 nicht gegeizt. Bild: Wu Hong/AFP

Seit Staats- und Parteichef Xi das Problem anprangerte, ist die Verschwendung von Lebensmitteln in China offiziell verpönt. Ein neues Gesetz soll das Verhalten ändern.

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          In China ist ein neues Gesetz gegen die Verschwendung von Lebensmitteln in Kraft getreten. Demnach können künftig etwa übermäßige Bestellungen bei Catering-Dienstleistern mit einer Strafe von bis zu 10.000 Yuan (umgerechnet etwa 1275 Euro) geahndet werden. Auch dürfen Catering-Dienste nun eine Entsorgungsgebühr von Kunden verlangen, die große Mengen an Lebensmittelabfällen hinterlassen.

          Der staatliche Fernsehsender CGTN berichtete, das Gesetz sei eine Reaktion darauf, dass immer mehr Lebensmittel in China weggeschmissen würden. Allein in Chinas Catering-Industrie würden jedes Jahr ungefähr 18 Milliarden Kilogramm Lebensmittel verschwendet.

          Kampagne von ganz oben

          Im vergangenen August hatte sich Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping persönlich des Themas angenommen. Der Staatschef bezeichnete die Menge der verschwendeten Lebensmittel als schockierend. Verschwendung sei beschämend, Sparsamkeit dagegen ehrenwert. Lokale Behörden starteten daraufhin Programme zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. In die Kritik gerieten auch Online-Videos, in denen sich Menschen dabei zeigten, wie sie übermäßig viele oder teure Gerichte zu sich nehmen.

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