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Chemnitz : Die Stadt mit dem höchsten Leerstand

  • -Aktualisiert am

„Man wird nicht durch zu viel Kultur abgelenkt“: Blick auf Chemnitz Bild: Imago

Früher galt Chemnitz als Industriemetropole. Heute sind Wohnungen und Büroräume in bester Lage zum Schnäppchenpreis zu haben. Trotzdem greift keiner zu. Woran liegt das?

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          Eine Vierzimmerwohnung, sanierter Altbau, mit Balkon für 460 Euro kalt im Monat? Plus 800 Euro Einrichtungsbonus für denjenigen, der die Wohnung nimmt? Was in anderen deutschen Großstädten wie ein Sechser im Lotto klingt, das ist in Chemnitz nur ein Immobilieninserat von vielen. Auch wer nach Büroflächen sucht, hat in der sächsischen 250.000-Einwohner-Stadt die freie Auswahl. Für 6,50 Euro kalt je Quadratmeter lockt auch hier auf einem der einschlägigen Immobilienportale ein sanierter Altbau in bester Lage, fünf Minuten entfernt vom Hauptbahnhof.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Ganz Deutschland jammert über die hohen Mieten und die langen Schlangen bei Wohnungsbesichtigungen, nur eine Stadt ist davon seltsam unberührt: Chemnitz. Schon 2011 hatte die Stadt nach den Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung die höchste Leerstandsquote einer deutschen Großstadt, knapp 14 Prozent. Seitdem sei der Leerstand zwar leicht gesunken, liege jedoch noch immer deutlich oberhalb von 10 Prozent, heißt es von der Behörde. Das auf Immobilienfragen spezialisierte Forschungsinstitut Empirica setzt die Zahl niedriger an, bei 8,5 Prozent. Doch einig sind sich alle: Chemnitz ist Deutschlands Spitzenreiter, wenn es um die Zahl leerstehender Wohnungen geht.

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