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Chefarzt im Interview : „Es kommen viel weniger Corona-Fälle als befürchtet“

Deutschlands Krankenhäuser bereiten sich vor. Bild: dpa

Ralf Langhoff ist leitender Mediziner am Sankt-Gertrauden-Krankenhaus in Berlin. Er spricht über die Ausstattung der Isolierstationen, fehlende Schutzmasken und die Ruhe vor dem Ansturm.

          3 Min.

          Herr Langhoff, Sie sind Chefarzt am Sankt-Gertrauden-Krankenhaus in Berlin, einem Lehrkrankenhaus der Charité, das zur so genannten Level-2-Versorgung von Corona-Patienten dient. Wahrscheinlich sind Sie und Ihre Kollegen im Moment völlig überarbeitet, richtig?

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Nein, im Gegenteil, hier ist viel weniger los als sonst. Die Kollegen können endlich ihre Überstunden abbauen. Auch ich finde mehr Zeit für die Familie und habe meiner Tochter gerade Doppelkopf beigebracht. Im Krankenhaus denken wir schon daran, Arbeitsverträge, die zur Entfristung anstehen, nicht zu entfristen, um Geld zu sparen. Es fühlt sich merkwürdig an, wenn uns die Leute auf den Straßen danken und für uns klatschen. Die Ärzte in Spanien und Italien haben das für ihren Einsatz sicher verdient, aber wir sind hier gar nicht im Einsatz.

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