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Gründerwettbewerb : Zehn Start-ups und ihr Trainingsprogramm

Sieht komisch aus, soll aber helfen: Trainingsunterwäsche von Antelope soll das Training effizienter machen. Bild: Wolfgang Eilmes

Unterwäsche, die das Training effizienter macht oder automatisierte Rechnungen für Krankenhäuser. Die Ideen von Start-ups sind vielfältig und ausgefallen, zeigt ein Gründerwettbewerb.

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          Es sieht so aus, als habe Lukas Naab das absichtlich gemacht mit seinem Arm. Schließlich spricht der junge Gründer über sein Medizin-Start-up, während sein linker Arm in einer Schiene ruht. Doch die Verletzung ist kein Marketingstunt, sondern das Ergebnis eines Umzughelferunfalls, der Naab seit fünf Wochen begleitet. Auf der Bühne des Start-up-Wettbewerbs „Best of Rhine Main“, für den die F.A.Z. ist, stört das den Unternehmer nicht. Sein Start-up „Minds Medical“ möchte die Rechnungen von Krankenhäusern automatisieren. Die Idee dahinter: Ärzte, die sich bislang mit der medizinischen Dokumentation herumquälen, gewinnen durch die Software des Start-ups mehr Zeit für ihre Patienten. Allein für Deutschland beziffert „Minds Medical“ das Marktpotential auf 160 Millionen Euro.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Noch stehen die Gründer am Anfang, ihnen fehlen Kunden und Investoren, das geben sie während ihrer fünfminütigen Vorstellung freimütig zu. Trotzdem überzeugt das Konzept die vierköpfige Jury des Wettbewerbs, die „Minds Medical“ den ersten Preis überreicht. Obwohl die meisten der übrigen neun Start-ups viel mehr Erfahrung haben - nicht nur im Gespräch mit Investoren, sondern auch auf der Bühne. Das Konzept der „Best of X“-Reihe, die außer in Frankfurt auch in Prag, München oder Köln stattfindet, besteht aus einem Zehn-Minuten-Programm für zehn Start-ups, die sich für die finale Runde qualifiziert haben. Mit dabei sind Fintechs wie Vaamo, die schon mehr als zweieinhalb Millionen Euro von Investoren eingesammelt haben, oder das Start-up Debitos, eine Online-Plattform für Insolvenzforderungen, die am Ende den zweiten Platz belegt. Fünf Minuten lang präsentieren die Gründer ihr Unternehmen, weitere fünf Minuten müssen sie sich den Fragen der Jury stellen, die vor allem aus Investoren besteht.

          Das Start-up „Antelope Club“ will von Beginn der Olympischen Spiele 2016 an Sportanzüge verkaufen, die mit Elektrostimulation die Trainingsergebnisse verbessern sollen. Über die Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ haben die Gründer fast eine Million Dollar eingesammelt, zudem einige Preise und Investoren als Vorschusslorbeer bekommen. Deshalb wird Gründer Kay Rathschlag es wohl verschmerzen können, dass an diesem Abend nicht jedes Jurymitglied von der angekündigten Wunderwirkung seiner Sportkleidung überzeugt ist. Am Ende steht der dritte Platz: „Zwischen Hype und Health ist dort alles dabei“, sagt Jurymitglied Bernd Scharrer, Geschäftsführer des „Digital Accelerator“ der Allianz. Noch mehr Informationen über Start-ups gibt es kommende Woche in Hannover auf dem Gründer-Event „Scale 11“ in Halle 11 der Cebit, das die F.A.Z. begleitet.

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