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Gründerwettbewerb Code-N : Kreativität und Geschäft

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In Halle 16 wird der Cebit-Stand für das Großprojekt Code-N für die Messe fit gemacht Bild: GFT

Deutschlands Start-up-Szene erlebt einen Aufschwung. Mit seinem Projekt Code-N hat Ulrich Dietz daran großen Anteil. Der Chef von GFT Technologies erklärt, was er sich von der Initiative verspricht.

          5 Min.

          Herr Dietz, der von Ihnen und Ihrem Unternehmen ins Leben gerufene Gründerwettbewerb Code-N geht auf der diesjährigen Cebit in die zweite Runde. Ist die Aufbruchstimmung noch so groß wie zur Premiere vor einem Jahr?

          Auf jeden Fall. Durch den Erfolg des vergangenen Jahres ist die Aufmerksamkeit auch in der Politik noch sehr viel größer geworden. Wir haben dieses Mal sowohl Wirtschaftsminister Philipp Rösler als auch Umweltminister Peter Altmaier mit eigenen Veranstaltungen auf dem Stand.

          Und die sonnen sich dann im Licht der jungen Gründer?

          Daran ist ja grundsätzlich nichts Verwerfliches, solange ihre Politik auch im Sinne dieser Gründerszene ist. Und Minister Rösler hat dieses Thema in den vergangenen Monaten ja durchaus für sich entdeckt.

          Minister Altmaier wiederum wird vermutlich vom Leitthema des diesjährigen Wettbewerbs, der Energiewende, angelockt?

          So ist es. Der Minister tritt im Rahmen des „Smart Grid Summit“ auf. Das ist eine von den Verbänden Bitkom und ZVEI gemeinsam auf unserem Stand präsentierte Veranstaltung am 8. März.

          Das politische Establishment hat Code-N also für sich entdeckt. Entscheidend für den Erfolg bleibt jedoch der Zuspruch durch die Gründerszene an sich ...

          ... das stimmt. Aber auch in dieser Hinsicht brauchen wir uns nicht zu verstecken. Insgesamt hatten sich 250 Unternehmen aus 35 Ländern beworben. Über die ganze Cebit-Woche hinweg stellen nun 50 Start-ups aus 13 Ländern, die in die Endrunde des Code-N-Wettbewerbs gekommen sind, Geschäftskonzepte vor, mit denen sie zum Gelingen der Energiewende beitragen wollen.

          Können Sie ein paar Beispiele nennen?

          Die Bandbreite reicht von der grünen Cloud-Lösung bis hin zum Hybridfahrzeug, das mit reiner Pedalkraft und Sonnenenergie betrieben wird. Dabei ist auch ein Solarkiosk für Kleinunternehmer in Entwicklungsländern, die keinen Zugang zum Stromnetz haben. Gleich mehrfach vertreten sind alternative Mobilitätslösungen. Hierzu zählen innovative Carsharing-Konzepte genauso wie ein besonders stromsparendes Ein-Personen-Elektrofahrzeug. Sehr nett finde ich auch den Volocopter, einen vollkommen neu entwickelten, rein elektrisch betriebenen Helikopter der E-Volo GmbH.

          Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies Bilderstrecke
          Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies :

          Einmal abgesehen von der Lösung für einen effizienteren Betrieb der digitalen Datenwolke Cloud klingt Ihre Aufzählung noch nicht sehr nach Informationstechnologie, die auf der Cebit ja eigentlich im Vordergrund steht ...

          ...das kann man so nicht sagen. Diese Themen wachsen über das sogenannte „Internet der Dinge“ zusammen. Und auf unserem Stand kann man die ganze Bandbreite dieser Entwicklung hin zu einer digitalisierten Industrie, die ja auch „Industrie 4.0“ genannt wird, schön verfolgen.

          Inwiefern?

          Zum Beispiel stellen sich einige Start-ups mit ihren Smart-Home-Ansätzen zur intelligenten Steuerung zum Beispiel von Heizung, Licht und anderen Geräten vor. Hinzu kommen Lösungen, die die Möglichkeiten des sogenannten „Social Web“, also von sozialen Netzwerken im Internet, mit Anwendungen zur nachhaltigen Energienutzung verknüpfen.

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