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IT-Sicherheit : Eine Falle für Cyberkriminelle

  • -Aktualisiert am

Schutz vor Hackerangriffen: Intelligenter Serverschrank auf der Cebit in Hannoer. Bild: dpa

IT-Sicherheit gehört zu den zentralen Themen auf der Cebit. Die Maßnahmen werden immer raffinierter. Doch es gibt noch erheblichen Nachholbedarf, um den Angreifern im Netz beizukommen.

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          IT-Sicherheit ist schon heute wichtig, morgen wird sie lebenswichtig. Wenn das Internet der Dinge sich endlich durchsetzt, in den Fabrikhallen die komplett vernetzte Industrie einzieht und Autos selbständig durch die Städte fahren, dann geht es nicht nur um finanzielle Schäden, sondern möglicherweise um Schäden für Leib und Gesundheit. Deshalb steht das Thema Sicherheit auf der Agenda der diesjährigen Computermesse Cebit, die am Montag in Hannover ihre Toren öffnete, weit oben.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die größte Aufmerksamkeit in dieser Hinsicht gilt dem autonomen Auto, das in wenigen Jahren richtig Gas geben dürfte. Die Zukunftsvision ist in Teilen schon heute Realität. Bislang galt die Regel, dass ein Fahrer jederzeit sein Fahrzeug selbst führen muss und deshalb grundsätzlich nicht die Hände vom Steuer nehmen darf. Das ändert sich bald: Dann dürfen Hersteller und Zulieferer Assistenzsysteme einsetzen, die eigenständig lenken, die Spur wechseln und im Notfall abbremsen. Diese Technologie findet sich unter anderem im Tesla S unter der Bezeichnung „Autopilot“. Die Technik ist zwar beeindruckend, kann aber gefährlich sein. Mit der dafür nötigen Kommunikationstechnik würden die Fahrzeuge zur Außenwelt hin geöffnet und damit einem möglichen Missbrauch durch potentielle Angreifer ausgesetzt, warnt der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm. Dabei geht es nicht nur um Angriffe auf das Fahrzeug selbst, wie sie vor kurzem wirklich realisiert wurden, sondern auch auf die Infrastruktur.

          Als Beispiel nennt die Behörde die sogenannte Fahrzeug-zu-X-Kommunikation. Im dichten Autobahnverkehr könnte etwa ein böswilliger Angreifer gefälschte Nachrichten darüber verbreiten, das bestimmte Fahrzeuge gerade scharf bremsen, so dass nachfolgende Autos zu gefährlichen Bremsmanövern verleitet werden. Oder ein Angreifer schickt an einer Baustelle Meldungen, dass die linke Spur gesperrt ist, während es in Wirklichkeit die rechte ist. „Auf diese Weise könnten Verkehrsstörungen oder sogar Unfälle provoziert werden“, sorgt sich das BSI.

          Solche Attacken gelte es nach Ansicht der Behörde zu verhindern, insbesondere müsse die Authentizität der ausgetauschten Nachrichten sichergestellt werden. Um etwa die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Verkehrsleitzentralen abzusichern, treibt das Bundesamt die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts mit Verve voran. Auf jeden Fall sei automatisiertes Fahren ein Zukunftsmarkt der Cybersicherheit, ist BSI-Präsident Schönbohm überzeugt.

          Firewalls und Virenscanner reichen nicht

          Bei weitem nicht der einzige, wie die Cebit-Besucher in Hannover sehen. Großkonzerne wie die Deutsche Telekom haben die Sicherheit für sich entdeckt. Im neuen Geschäftsbereich Telekom Security, der gerade aufgebaut wird, sind rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den ersten Angeboten gehört eine Produktfamilie namens „Magenta Security“. Für Privat-, Geschäfts- und Großkunden soll es jeweils eigene Lösungen geben, die nach Unternehmensangaben spätestens im Sommer zur Verfügung stehen.

          Geplant ist eine Cloud-basierte Lösung für das Festnetz, ein Angebot für Smartphone-Besitzer sowie eine Netzwerkverschlüsselungslösung für den Mittelstand. „Wir haben mit unserer Erfahrung in der internen Sicherheit und im Vertrieb alles an Bord, was wir brauchen, um noch erfolgreicher zu werden. Jetzt geben wir Vollgas“, sagt Manager Ferri Abolhassan.

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