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Gründerwettbewerb : Code-N öffnet der Cebit neue Wege

Ein Blick in die „Code_n“-Halle im vergangenen Jahr. Bild: Daniel Pilar

Der Gründerwettbewerb tritt mit über fünfzig Ausstellern auf der Messe an. Das Internet revolutioniert die Produktion. Die Fabrik 4.0 steht daher 2015 im Zentrum des Wettbewerbs.

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          Clemens Weisshaar hat keine Kosten oder Mühen gescheut und eine halbe Tonne Robotertechnik ins Studio tragen lassen. Hinterhaus, zweiter Stock, eine Werkstatt mit drei Räumen. Computer, Großbildschirme, Bohrmaschinen und Schweißgeräte. An den langen Arbeitstischen der kleinen Münchner Designfirma haben sie in monatelanger Feinarbeit die Einrichtung der sogenannten Code-N-Halle auf der Cebit-Computermesse in Hannover erstellt.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Weisshaar hat mit seiner kleinen Mannschaft im Auftrag der Stuttgarter GFT Technologies AG Pläne gezeichnet, Modelle gebaut und ein Produktionssystem der Zukunft entworfen. Er wird wie im Vorjahr schon eine der großen Cebit-Hallen einrichten und so das Ambiente für einen der renommierten Start-up-Wettbewerbe in Deutschland geben. Der lebensgroße Entwurf steht nun in seinem Studio. Damit könnte die Cebit zu ihren Wurzeln zurückkehren.

          War die weltgrößte Schau der Computerbranche 1986 aus einer Industrieausstellung hervorgegangen, nähert sie sich mit der Durchdigitalisierung des verarbeitenden Gewerbes nun wieder ihren Wurzeln. Wie einst das Fließband von Henry Ford der Arbeit neue Wege wies, revolutioniert nun das Internet die Produktion. Mit Handy und App lassen sich auf industrieller Basis individuelle Produkte fertigen. Das Internet der Dinge wird im Zentrum des diesjährigen Gründerwettbewerbs Code-N stehen.

          „Die Fabrik 4.0 ist in aller Munde“, sagte Ulrich Dietz, Chef von GFT Technologies. „Wir bringen sie in die Realität und auf die Cebit.“ So wird sich auf der Branchenschau in der Halle von Code-N alles um Vernetzung drehen; von der Industrie bis zu ganzen Städten. Dafür zeigen 50 Gründerfirmen auf der Cebit ihre Ideen. Sie wurden unter 400 Bewerbern aus aller Welt ausgewählt. Damit wird Code-N zu einer der großen Leistungsschauen für Start-up-Firmen.

          Der Wettbewerb war einst die Innovationsplattform der GFT Technologies und wurde binnen vier Jahren zur bekanntesten Gründerschau des Landes - die F.A.Z. unterstützt sie als Medienpartner und berichtet in Zusammenarbeit mit der Kölner Journalistenschule am Dienstag und Mittwoch aus der Halle. Die vom Designstudio Kram-Weisshaar schon 2014 eingerichtete Code-N-Halle galt als innovativster Ort der gesamten Messe. „Das ist eigentlich nicht zu toppen, doch wir versuchen es“, sagt Weisshaar. Ein Mann mit Visionen.

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