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Cebit 2016 : Lindert die Digitalisierung den Fachkräftemangel?

  • Aktualisiert am

Auch Drohnen sind ein großes Thema auf der diesjährigen Technologiemesse Cebit in Hannover. Bild: dpa

Roboter, Drohnen und 3D-Drucker - „die Cebit ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt ihr Chef. Ein Überblick.

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          Die wichtige Technologie-Messe Cebit beginnt, die Industrie präsentiert digitale Visionen - doch die Messe in Hannover wirft auch ein Schlaglicht auf Zukunftssorgen: Dem deutschen Mittelstand droht laut einer Studie eine Zweiklassengesellschaft im Bereich der Digitalisierung, weil wohl vor allem kleine Firmen in Rückstand geraten.

          Zudem macht der Wandel den Fachkräfte-Mangel noch sichtbarer. Das müsse dringend angegangen werden, sagte der Geschäftsführer des deutschen Digitalverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Einer anderen Untersuchung zufolge kann aber auch die Digitalisierung selbst das Problem lindern.

          Cebit-Messechef Oliver Frese betonte an diesem Sonntag, die Ausrichtung auf Fachbesucher sei ein Erfolg gewesen: „Die Cebit ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.“ Auch sei sie die größte Messe, während der es um Cloud-Dienste geht - wenn Software und Daten direkt aus dem Netz kommen.

          Die Cebit hatte als Publikumsmesse in den vergangenen Jahren rückläufige Zahlen der Besucher und der teilnehmenden Unternehmen verzeichnet. Zur vergangenen Auflage kamen noch gut 200.000 Gäste. Die Ausstellerzahl blieb stabil bei 3300. Flankiert wird die Ausstellung, die von diesem Montag bis Freitag läuft, von einem Kongress-Programm. Unter anderem will dort gleich am Montag EU-Digitalkommissar Günther Oettinger eine Grundsatzrede zur „digitalen Union“ halten.

          Zu den Schwerpunkten in diesem Jahr gehören neue Anwendungen für Unternehmens-IT, Cloud-Dienste, Smartphone-Apps, Sicherheits-Software - aber auch Drohnen, 3D-Druck und maschinelles Lernen.

          Zugleich scheitert laut einer Studie des Beratungskonzerns EY jeder dritte Mittelständler in Deutschland dabei stärker auf den Trend der Digitalisierung zu setzen. Die größten Hemmschuhe sind demnach zu kleine Budgets, Fachkräftemangel oder fehlendes Wissen im eigenen Betrieb.

          Die Digitalisierung sei aber kein „Jobkiller“, betonte wiederum die Beratungsgesellschaft PWC mit einer eigenen Untersuchung. Durch sie werde sich der erwartete Engpass von 4,2 Millionen Arbeitskräften in Deutschland bis zum Jahr 2030 um die Hälfte verringern. „Die gesellschaftliche Diskussion über die Digitalisierung der Arbeitswelt ist weitgehend von Ängsten geprägt“, warnte der Vorstandssprecher von PWC Deutschland, Norbert Winkeljohann.

          Gesicherte Smartphones

          Sicherheit ist ein weiteres zentrales Cebit-Thema. Nach Ansicht des Chefs der Düsseldorfer Verschlüsselungs-Firma Secusmart ist es um die Datensicherheit von Managern, aber auch Landespolitikern schlecht bestellt. „Die Bundesverwaltung hat ein sehr gutes Schutzniveau erreicht, aber die meisten Top-Politiker auf Landesebene sind bei ihren Telefonaten weitgehend ungeschützt“, sagte Secusmart-Mitgründer Christoph Erdmann.

          Secusmart versorgt Bundesbehörden mit abgesicherten Smartphones auf Basis von Geräten des kanadischen Anbieters Blackberry, der die Düsseldorfer Firma übernommen hat. Demnächst kommen Tablets hinzu, auf denen auch vertrauliche Dokumente gelesen werden können.

          Messe-Chef Frese zeigte sich überzeugt, dass es Veranstaltungen wie die Cebit auch weiter geben werde, auch wenn sie sich verändern würden. „Kein Medium wird den persönlichen Kontakt ersetzen können“, sagte er etwa mit Blick auf die rasante Entwicklung der Technologie für virtuelle Realität. Gerade wenn es wie bei Unternehmens-IT um hohe Ausgaben gehe, sei es wichtig, die möglichen Partner persönlich kennenzulernen.

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