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Rennen um Parteivorsitz : CDU vor wirtschaftspolitischer Richtungsentscheidung

Armin Laschet (rechts), bewirbt sich neben Friedrich Merz und Norbert Röttgen um den CDU-Vorsitz. Bild: dpa

Setzt die CDU künftig stärker auf den Markt oder europäische Champions? Die Kandidaten für den Vorsitz haben unterschiedliche Vorstellungen, wohin die Partei steuern soll.

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          Armin Laschet will es wirklich werden, Friedrich Merz schon länger und Norbert Röttgen versucht es auch. Die Frage, wer die schrumpfende Volkspartei CDU künftig führen wird und wer womöglich auch als Kanzlerkandidat der Union bei der nächsten Bundestagswahl antreten wird, spitzt sich zu. Die drei Bewerber – bei Laschet gesellt sich als Adlatus noch Gesundheitsminister Jens Spahn dazu – müssen jetzt auf vielen politischen Feldern Farbe bekennen. Die Delegierten des CDU-Sonderparteitags werden am 25. April in Berlin auch wirtschaftspolitisch eine Richtungsentscheidung treffen.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Friedrich Merz, vor rund zwanzig Jahren Unions-Fraktionschef und im Wettbewerb um die CDU-Führung letztlich unterlegener Widersacher Angela Merkels, gilt als Liebling des Wirtschaftsflügels. Im Dezember 2018 musste er im Rennen um den Parteivorsitz Annegret Kramp-Karrenbauer den Vortritt lassen. Dass diese Niederlage ihn noch schmerzt, konnte er nicht verhehlen, als er am Dienstag seine abermalige Kandidatur öffentlich machte: Mehrfach verwies er auf den knappen Ausgang der Entscheidung, 48 Prozent der Delegierten wollten vor 14 Monaten lieber ihn als AKK.

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