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In der Pandemie : Die CDU schlägt einen Homeoffice-Bonus vor

Homeoffice – mitten im Wohnzimmer Bild: dpa

Wer in den vergangenen Monaten nicht von seinem Arbeitsplatz aus arbeiten konnte, darf nun auf eine Sonderzahlung vom Staat hoffen.

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          Arbeitnehmer, die in den vergangenen Monaten nicht von ihrem Arbeitsplatz aus arbeiten konnten, dürfen auf eine Sonderzahlung vom Staat hoffen. Aus der Unionsfraktion kam am Freitag der Vorstoß, eine Kostenpauschale für Arbeitnehmer einzuführen, die in der Corona-Pandemie zu Hause arbeiten müssen.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Ich denke an 200 bis 300 Euro je Monat“, sagte der einflussreiche CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler der F.A.Z. Die Begründung: Nach den üblichen Bestimmungen sei es in den meisten Fällen nicht möglich, die Kosten für ein Arbeitszimmer anzusetzen, argumentierte der Abgeordnete. Viele schlügen einfach am Küchentisch oder im Esszimmer ihren Laptop auf.

          Die Finanzverwaltung akzeptiert die Kosten für ein Arbeitszimmer nur, wenn ein Raum nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Güntzler hält eine großzügigere Regelung für die Corona-Zeit für geboten – auch weil sonst viele Pendler, die zu Hause arbeiteten, sogar Steuern nachzahlen dürften.

          Mehrwertsteuer und Kinderbonus

          Das liegt daran, dass der Arbeitgeber die üblichen Fahrtkosten bei der Lohnsteuer berücksichtigt. Doch die fallen in der Zeit nicht an.

          Ohne Pendeln gibt es keine Werbungskosten von 30 Cent je Entfernungskilometer. Bei 40 Kilometern am Tag kommt man leicht auf 240 Euro im Monat, wie der Politiker aus dem Wahlkreis Göttingen überschlägig vorrechnet. Die könnte der Arbeitnehmer weniger als Kosten geltend machen. Das müsste in der Steuererklärung nun entsprechend berücksichtigt werden – das Ergebnis wäre ein höheres zu versteuerndes Einkommen mit einer entsprechenden Nachzahlung. Wie viel das im Einzelfall ist, hängt vor allem vom Verdienst ab.

          Die Bundesregierung hat im Entwurf für das zweite Corona-Steuerhilfegesetz, den das Kabinett am Freitag beschlossen hat, noch keine Entlastung für Arbeitnehmer eingebaut, die zu Hause arbeiten müssen. Die finale Version war erst kurz nach 1 Uhr in der Nacht fertig.

          Zentrale Elemente sind die Senkung der Mehrwertsteuer für sechs Monate, der Kinderbonus für Familien und Steuerentlastungen für Unternehmen. Der normale Mehrwertsteuersatz wird von Anfang Juli bis Ende Dezember 16 Prozent statt 19 Prozent betragen, der ermäßigte 5 Prozent statt 7 Prozent.

          Der sogenannte Kinderbonus von 300 Euro soll in zwei gleichen Tranchen im September und Oktober ausgezahlt werden. Es werden alle Fälle berücksichtigt, in denen in diesem Jahr wenigstens für einen Monat Anspruch auf Kindergeld bestand. Empfänger von Sozialleistungen sollen ebenfalls profitieren, auf die übliche Anrechnung wird verzichtet.

          Besserverdiener erhalten zwar ebenfalls den Kinderbonus ausgezahlt, aber nur als Abschlag auf den Kinderfreibetrag, so dass sie im Ergebnis nichts davon haben werden. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) betonte, von dem höheren Kinderbonus hätten alle etwas, nur nicht diejenigen, „die sehr viel haben“, die müssten weiter mit dem bestehenden Freibetrag zurechtkommen.

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