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CDU-Parteitag : Hessischer Unternehmer will gegen Merkel antreten

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Unternehmer Andreas Ritzenhoff posiert mit einem Teelicht aus Aluminium in Deutschlandfarben. Das Foto ist von 2009. Bild: ddp

Die Kampfkandidatur um den Fraktionsvorsitz findet in der CDU Nachahmer. Der Unternehmer Andreas Ritzenhoff aus Marburg will gegen Angela Merkel um den Parteivorsitz streiten.

          Der hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff will beim CDU-Parteitag im Dezember gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Parteivorsitz kandidieren. „Es scheint mir dringend geboten, dass aus der CDU heraus neue politische Ziele formuliert werden, die kurzfristig zu einem spürbaren Richtungswechsel der Politik führen“, sagte der 61-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seine Kandidatur solle ein Signal sein, dass sich die CDU von innen heraus erneuern müsse. Merkel steht seit 18 Jahren an der CDU-Spitze und will in Hamburg abermals kandidieren.

          „Mich sorgt, was derzeit mit Deutschland, Europa und der westlichen Welt passiert. Ich sehe hier eine Bedrohung, die sich gegen die Wirtschaftskraft, den Wohlstand, die Sicherheit und nicht zuletzt die Freiheit der Kultur und des Geistes unserer Bevölkerung richtet“, wird der Marburger Unternehmer zitiert. Ziel müsse sein, „die freiheitliche westliche Gesellschaft in eine neue Phase des Aufstiegs zu führen“.

          Ritzenhoff sei erst zu Jahresbeginn in die hessische CDU eingetreten, heißt es in dem Bericht. Er leitet als geschäftsführender Inhaber das mittelständische Unternehmen Seidel, einen Hersteller von Aluminiumdesignprodukten unter anderem für die Kosmetikbranche. Kürzlich hatte bereits der 26-jährige Berliner Jura-Student Jan-Philipp Knoop angekündigt, Merkel beim Parteitag herauszufordern.

          Beide Herausforderer dürfte ermuntert haben, dass eine in der CDU äußerst ungewöhnliche Kampfkandidatur vor Kurzem erfolgreich war. So hatte sich der CDU-Politiker Ralph Brinkhaus um den Fraktionsvorsitz beworben und hatte die Wahl gegen den erklärten Willen der Kanzlerin gegen den bisherigen Amtsinhaber Volker Kauder gewonnen. In den Umfragen schneiden CDU und CSU derzeit schlecht ab. Je nach Institut stehen sie derzeit bei etwa 27 Prozent.

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