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Wohnungsnot : Bundesregierung will neue Mietwohnungen stärker fördern

Neubau-Wohnungen entstehen auf einer Baustelle in Berlin-Kreuzberg. Bild: dpa

Um den Wohnungsbau zu beschleunigen, verspricht die Bundesregierung Investoren einen Steuerbonus. Allerdings ist die Hilfe an Bedingungen geknüpft.

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          Jetzt kann es ganz schnell gehen mit der steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus. Nachdem der Bundesrat auf seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr die Beratung kurzfristig von der Tagesordnung genommen hatte, weil eine Mehrheit dafür unwahrscheinlich war, ist lange nichts passiert. Nun ist wieder Bewegung in die Sache gekommen. Die Bundesregierung hat sich auf die Länder zubewegt.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Das Bundeskanzleramt sagte zu, zeitnah die vorgesehene Baukostenobergrenze für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung von zuletzt geplant 3000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche auf 3500 Euro zu erhöhen. Wenn die Länder an diesem Freitag dem Gesetz im Bundesrat zustimmten, werde die Bundesregierung dies zu Protokoll geben, heißt es in dem Schreiben, das der F.A.Z. vorliegt.

          Die zugesagte Erhöhung der Baukostenobergrenze soll für Investitionen in Regionen mit angespannter Wohnungslage gelten. Dazu zählen Gebiete, die nach der Wohngeldverordnung den Mietenstufen IV bis VI zugeordnet wurden, als die Baugenehmigung beantragt wurde.

          Das Gesetz verspricht schnellen Investoren, die neue Mietwohnungen planen, eine Sonderabschreibung. Der Bauantrag muss dazu bis Ende 2021 gestellt werden. Allerdings wird die steuerliche Förderung an Bedingungen geknüpft: Die Baukosten werden gedeckelt, um zu verhindern, dass Vermieter von Luxusapartments die Steuervergünstigung erhalten. Daher die 3000 Euro beziehungsweise 3500 Euro je Quadratmeter. Dabei geht es um die reinen Baukosten – der Aufwand für das Grundstück wird dabei nicht berücksichtigt. Steuerlich geltend machen können die Immobilienanleger nach dem Gesetz nur bis zu 2000 Euro je Quadratmeter.

          Vorgesehen sind Sonderabschreibungen von jährlich 5 Prozent für vier Jahre vor. Hinzu kommen die üblichen Abschreibungen von 2 Prozent je Jahr.

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