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Wirtschaftswachstum : „Der Aufschwung geht weiter“

  • Aktualisiert am

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Bild: AFP

Der deutsche Wirtschaftsmotor brummt weiter: 2,3 Prozent Wachstum sollen es in diesem Jahr sein, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Damit korrigiert er seine Prognose aber nach unten.

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          Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr das kräftigste Wirtschaftswachstum seit sieben Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt steige voraussichtlich um 2,3 Prozent, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprojektion. Damit wird die Prognose vom Jahresbeginn um 0,1 Punkte gesenkt.

          Für das kommende Jahr 2019 erwartet das Wirtschaftsministerium 2,1 Prozent. Es ist damit für beide Jahre optimistischer als die führenden Forschungsinstitute, die 2,2 und 2,0 Prozent erwarten. „Die deutsche Konjunktur bleibt weiter schwungvoll, der Aufschwung geht weiter“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

          Die Zahl der Beschäftigten soll bis zum nächsten Jahr um rund eine Million zunehmen, die Arbeitslosigkeit auf ein Rekordtief sinken. „Das sind wichtige Schritte auf dem Weg hin zur Vollbeschäftigung“, sagte Altmaier. Auch dürften die Einkommen merklich zunehmen. Eine Überhitzung der Wirtschaft sei nicht erkennbar.

          Garant für den Aufschwung bleibt demnach der Konsum, der in beiden Jahren kräftiger wachsen soll als 2017. Auch blieben deutsche Waren und Dienstleistungen im Ausland gefragt. „Unsere Exportwirtschaft behauptet sich erfolgreich in einer Weltwirtschaft, die lebhaft wächst“, sagte Altmaier. Die Unternehmen würden wieder kräftig in neue Maschinen und Anlagen investieren. Die Bauinvestitionen dürften angesichts niedriger Zinsen und einer hohen Nachfrage rege bleiben, doch stoße die Baubranche zunehmend an Kapazitätsgrenzen.

          Der von US-Präsident Donald Trump kritisierte deutsche Handelsüberschuss – dass Deutschland mehr Waren exportiert als es importier – wird den Prognosen zufolge bis 2019 sinken. Mit 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fiele der Leistungsbilanzüberschuss dann so gering aus wie zuletzt 2014. Die EU-Kommission sieht allerdings schon Werte von mehr als sechs Prozent als stabilitätsgefährdend an, da Ländern mit hohen Überschüssen welche mit enormen Defiziten gegenüberstehen.

          Wenige Tage vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Trump dürfte diese Prognose im Weißen Haus auf Interesse stoßen: Denn ein wichtiger Kritikpunkt Trumps ist der Exportüberschuss. Es wird erwartet, dass dies Thema der Gespräche mit Merkel am Freitag sein wird.

          Die Frühjahrsprojektion dient den Steuerschätzern als Vorlage für ihre Hochrechnungen, die im Mai anstehen. Diese wiederum geben den Rahmen für die Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen vor.

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