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Russland-Engagement : Regierung lehnt Sanktionen gegen Schröder ab

  • Aktualisiert am

Gerhard Schröder kümmert sich um die Gasfernleitung Nord Stream II. Bild: dpa

Gerhard Schröder sei der „wichtigste Lobbyist für Putin“ auf der ganzen Welt, sagt der Außenminister der Ukraine – und bringt Sanktionen ins Spiel. Die Antwort aus Berlin ist schon da.

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          Die Bundesregierung lehnt Sanktionen gegen den früheren Kanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen seines Russland-Engagements ab. „Die Bundesregierung, auch die Bundeskanzlerin sieht keine Veranlassung, Überlegungen dieser Art anzustellen“, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert an diesem Montag in Berlin.

          Zuvor hatte der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin Sanktionen gegen Schröder ins Spiel gebracht. Der SPD-Politiker ist Aufsichtsratschef des russischen Energiekonzerns Rosneft. „Gerhard Schröder ist für Putin weltweit der wichtigste Lobbyist. Es sollte deshalb geprüft werden, wie die EU hier handeln kann“, sagte Klimkin der „Bild“-Zeitung.

          Schröder war nach Ende seiner Kanzlerschaft im Jahr 2005 zu dem Unternehmen Nord Stream gewechselt, das eine Gasfernleitung von Russland durch die Ostsee direkt nach Deutschland plant. Nord Stream gehört mehrheitlich dem russischen Energiekonzern Gazprom.

          Das Projekt wird von Kiew heftig kritisiert, weil es Russland ermöglichen soll, Gas direkt nach Westeuropa zu exportieren, ohne dass die Ukraine als Transitland darauf Zugriff hat. 2017 wurde Schröder zum Chef des Aufsichtsrates des russischen Energiekonzerns Rosneft gewählt.

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