https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesnetzagentur-warnt-vor-ausfall-von-gasthermen-18146100.html

Bundesnetzagentur warnt : Ungleiche Gasversorgung hätte Ausfall von Thermen zur Folge

  • Aktualisiert am

In einer Verdichterstation des Erdgasversorgers Wingas überwacht ein Mitarbeiter den Betriebsablauf (Archivbild). Bild: dpa

Bei der Befüllung der Gasspeicher müsse auf die gleichmäßige regionale Verteilung geachtet werden, sagt Bundesnetzagentur-Präsident Müller. Falle der Druck zu stark ab, würden Hunderttausende Gasthermen lahmgelegt.

          1 Min.

          Eine ungleiche Gasversorgung in Deutschland hätte dem Präsidenten der Bundesnetzagentur zufolge weitreichende Folgen. „In dem Moment, in dem der Druck im Gasnetz in einer Region unter ein gewisses Mindestmaß fallen würde, würde auf einen Schlag in Hunderttausenden Gasthermen die Sicherung einspringen“, sagte Klaus Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Die müsste händisch von geschulten Fachkräften wieder freigeschaltet werden, wenn wieder Gas in der Region verfügbar wäre.“

          Ein solches Szenario könne niemand wollen, „weil es sehr lange dauern würde, die Gasversorgung wiederherzustellen. Also wird es immer das Ziel der Bundesnetzagentur sein, notfalls Reduzierungen beim industriellen Verbrauch anzuordnen, damit dieses Szenario nicht eintritt.“

          Nach Müllers Angaben sind die Gasflüsse in der Bundesrepublik bislang mehr oder weniger gleichmäßig verteilt. „Das könnte sich ändern, sollten wir nur noch Gas aus Norwegen, den Niederlanden oder Belgien erhalten“, so Müller. Deshalb würden die Speicher schon jetzt so gefüllt, dass auch der Süden ausreichend versorgt werden könne. „Derzeit legen wir zum Beispiel nicht nur einen Fokus auf den größten deutschen Speicher in Rehden in Niedersachsen, sondern auch auf den Speicher in Wolfersberg in Bayern.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Von der Straße auf die Schiene und umgekehrt: Der Umschlagsbahnhof in Frankfurt am Main.

          Holprige Bahnverbindungen : Wie der Weizen aus der Ukraine kommt

          Europas Bahnen fahren mehr Getreide aus der Ukraine. Um richtig Schwung zu nehmen, müssen sie jetzt nur noch Kleinstaaterei und Nationalismen in der EU überwinden. Der Chef des Bahnverbunds CER, Andreas Matthä, hat Ideen, wie das gelingen kann.
          Ein Straßenschild - nachträglich gegendert

          Gendern und Linguistik : „Wir schütteln nur den Kopf darüber“

          Die Ansprüche haben sich geändert: Die Sprachwissenschaftlerin Damaris Nübling über den jüngsten Aufruf gegen gendergerechte Sprache und zum Blick der Linguistik auf die hitzigen Debatten darum, wer wie spricht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.