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Bundesgerichtshof : Der Streit um den Trittschall

  • Aktualisiert am

Zwei Wohnungseigentümer streiten sich derzeit vor dem BGH über den Schallschutz. Bild: dpa

Fliesen statt Teppich: Der BGH befasst sich derzeit mit störendem Lärm aus dem Obergeschoss. Außerdem ist ein Wasserschaden Gegenstand vor Gericht.

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          Reißt ein Wohnungseigentümer den Teppich von seinem Fußboden und verlegt Fliesen, darf sich der Trittschall zwar verstärken. Er muss aber weiterhin unterhalb des zum Bauzeitpunkt geltenden Grenzwerts bleiben. Das machte die Vorsitzende Richterin des V. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGH), Christina Stresemann, in einer Verhandlung am vergangenen Freitag deutlich. Schwierig sei der Fall aus Nordrhein-Westfalen aber, weil die zum Gemeinschaftseigentum gehörende Geschossdecke unter der Dachgeschosswohnung nicht den Anforderungen entspreche.

          Ein Urteil soll es erst in einigen Monaten geben (Az. V ZR 173/19). Die unten wohnenden Kläger verlangen mehr Ruhe, indem zum Beispiel wieder Teppich verlegt wird, wie es früher der Fall war. Das Landgericht Düsseldorf gab den lärmgeplagten Nachbarn weitgehend recht und urteilte, dass ein bestimmter Grenzwert für den Trittschall eingehalten werden müsse. „Man kommt recht zwanglos zu dem Ergebnis, dass die Deutsche Industrie-Norm (DIN) nicht eingehalten wird“, sagte auch Stresemann. Da aber die Geschossdecke nicht der DIN entspreche, könnte man auf die Idee kommen, „die Gemeinschaft zu verpflichten, die Decke zu ertüchtigen“.

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