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Betrug mit kurzarbeitergeld : „Aktuell haben wir 900 intensive Verdachtsfälle“

Jobs sind sein Job: Daniel Terzenbach Bild: Tobias Schmitt

Daniel Terzenbach ist bei der Bundesagentur für Arbeit für das operative Geschäft zuständig. Im Interview spricht er über Missbrauch bei der Kurzarbeit und eine mögliche Insolvenzwelle im Herbst.

          6 Min.

          Herr Terzenbach, die Arbeitslosigkeit ist zuletzt nur noch wenig gestiegen, die Zahl der Anträge auf Kurzarbeitergeld geht deutlich zurück. Haben wir am Arbeitsmarkt das Schlimmste schon überstanden?

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Durch den ersten Corona-Einschlag sind wir tatsächlich vergleichsweise gut durchgekommen. Vor allem die Kurzarbeit hat dazu beigetragen, dass es nicht zu Massenentlassungen gekommen ist. Wir sind aber noch nicht durch, auch wenn sich das gesellschaftlich gerade manchmal so anfühlen mag. Es sind Sommerferien, die Menschen fahren in Urlaub, alle wollen mal was anderes sehen. Aber die große Anspannung in der Weltwirtschaft ist nicht weg, und das trifft uns als Exportnation natürlich besonders. Außerdem haben wir noch den Herbst vor uns, wo es viel größere Unsicherheiten gibt als in den Vorjahren.

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