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Bürgerentscheid : Tübinger stimmen gegen Stadtbahn

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Protestaufkleber in der Tübinger Innenstadt Bild: dpa

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wollte eine im Umland geplante Regionalbahn durch die Innenstadt führen lassen. Doch die Idee ist gescheitert. Die Tübinger wollen nicht.

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          Die Menschen in Tübingen haben sich gegen eine Innenstadtstrecke der geplanten Stadtbahn ausgesprochen. Eine Mehrheit von 57,39 Prozent stimmte bei einem Bürgerentscheid am Sonntag gegen das Vorhaben, wie die Stadt am Abend mitteilte.

          Für das Vorhaben sprachen sich 42,61 Prozent der rund 69 000 stimmberechtigten Wählerinnen und Wähler aus. Die Wahlbeteiligung in der Universitätsstadt betrug 78,41 Prozent. Damit wurde das Quorum von 20 Prozent der Stimmberechtigten deutlich überschritten.

          Der Plan einer Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn Neckaralb war in Tübingen sehr umstritten und hatte zahlreiche Befürworter wie auch Kritiker auf den Plan gerufen. Stadt und Universität hatten sich jedoch klar hinter das Vorhaben gestellt.

          Die Innenstadtstrecke sollte vom Hauptbahnhof über die Neckarbrücke über die Innenstadtklinik und den Botanischen Garten bis in den Osten der Stadt führen. Die Stadtbahn ist als Ergänzung zum Bussystem gedacht. Auf Strecken, die von der Regional-Stadtbahn betrieben werden, soll die Bahn den Bus ersetzen.

          Die Regional-Stadtbahn ist das größte Infrastrukturprojekt der Region Neckar-Alb mit etwa 700.000 Menschen. Dabei sollen die im Umland bestehenden Eisenbahnstrecken genutzt und über Straßenbahnstrecken mit den Innenstädten verbunden werden. Die ersten Teile des Stadtbahnnetzes sind bereits im Bau. Die Länge des Gesamtnetzes soll später 205 Kilometer betragen. Zum Bau der Innenstadtstrecke Tübingen wären nach aktuellem Planungsstand Investitionen in Höhe von rund 230 Millionen Euro zuzüglich Planungskosten notwendig. Die Kosten für Planung und Bau der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb betragen etwa 2,1 Milliarden Euro.

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