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Fürsorglicher Staat : Zurück in die Selbständigkeit

Wismar: Ein Arzt hält ein Tablett mit Spritzen, aufgezogen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Bild: dpa

Der Staat will seine Bürger vor allen Gefahren schützen. In der Corona-Pandemie hatte das seine Berechtigung. Jetzt sollten sie aber schleunigst wieder selbst Verantwortung übernehmen.

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          Die Regierung traut den Bürgern nicht sonderlich viel zu. Jedenfalls nicht den vernünftigen Umgang mit Gefahren, die in einem entwickelten Industrieland an jeder Ecke lauern: Sie stecken in überzuckertem Früchtetee und in komplizierten Kapitalmarktprodukten, in überzogenen Mieten und dem Missbrauch von Daten. Deshalb muss der Staat dem Verbraucher zur Seite stehen, ihn schützen vor den Verführungen der profitgierigen Industrie und – leider, leider – auch vor sich selbst.

          Das war schon lange vor der Corona-Pandemie so, als die SPD darauf pochte, mit einem eigenen Verbraucherschutzministerium dem hilflosen Kunden auf die Sprünge zu helfen. Schon vor Jahren verabschiedete man sich dort von dem Leitbild des „mündigen Verbrauchers“, der gut informiert seine Entscheidungen trifft, selbst wenn sie zu Ergebnissen führen, die am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen.

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