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Finanzielle Ausfälle : Die Queen geht unter die Schnapsbrenner

Der royale Gin Bild: Reuters

Ein Buckingham-Palast-Gin soll Fans der Royals in den Wahnsinn treiben und die königlichen Finanzen aufbessern. Gin soll übrigens auch das bevorzugte alkoholische Getränk der 94-jährigen Monarchin sein.

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          Angesichts der tiefen Corona-Wirtschaftskrise müssen Millionen Briten schauen, wie sie über die Runden kommen. Derzeit erhalten mehr als 13 Millionen Menschen faktisch vom Staat ihr Einkommen, seien es beurlaubte Arbeitnehmer oder Selbständige mit Verdienstausfall. Aber auch Königin Elisabeth II., das Staatsoberhaupt, hat finanzielle Ausfälle zu verkraften. Die königlichen Schlösser und Gemäldesammlungen haben seit März geschlossen, das bedeutet den Verlust von Millionen-Einnahmen durch die Touristen und Besucher.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Um das Loch im Haushalt wenigstens etwas zu schließen, haben die Manager des Royal Collection Trust beschlossen, etwas Hochprozentiges mit königlichem Siegel zu produzieren und zu verkaufen. Man nutzt die Blätter von Zitronensträuchern (Aloysia Citrodora), Lorbeer-, Weißdorn-Ahorn-, Maulbeer- und anderen Bäumen aus den Gärten der Queen, um einen speziellen Gin (42 Prozent Alkohol) zu parfümieren.

          Bis zu 250 Arbeiter in royalen Betrieben beurlaubt

          Der „Buckingham Palace Gin“, der als „Sommersensation“ vermarktet wird, hat in der britischen Presse einiges Aufsehen erregt. „Fans der Royals werden in den Wahnsinn getrieben“, titelte gewohnt reißerisch die Zeitung „Express“, als sie über den Gin berichtete, den der Trust für 40 Pfund (etwa 44 Euro) je Flasche (0,7 Liter) über seinen Online-Vertrieb oder ab Montag in den Palastläden verkauft.

          Gin soll übrigens auch das bevorzugte alkoholische Getränk der 94-jährigen Monarchin sein. Der Buckingham-Gin werde auch bei offiziellen Anlässen des Palasts serviert, kündigt der Trust an. Als perfektiven „Durst-Löscher“, so heißt es in einer Mitteilung, empfiehlt die Stiftung eisgekühltes Gin-Tonic.

          Ob die Verkaufserlöse wirklich ausreichen, um die Einnahmeausfälle zu kompensieren, darf man bezweifeln. Der Kollaps des Tourismus durch die Corona-Krise soll die Kassen der Queen schon 18 Millionen Pfund gekostet haben. Bis zu 250 Arbeiter in den royalen Betrieben wurden beurlaubt.

          Derzeit sind Buckingham-Palast, Schloss Windsor und der Holyroodhouse-Palast in Edinburgh wegen Corona geschlossen. Kunstliebhaber können die insgesamt 269.891 Objekte umfassende königliche Sammlung im Internet bewundern. Nächsten Donnerstag öffnen Schloss Windsor und Holyroodhouse wieder.

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