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Entwicklung eines Impfstoffes : Großbritannien will junge Freiwillige mit dem Coronavirus infizieren

Londoner Berufspendler in Corona-Zeiten Bild: Jeff Moore / eyevine / laif

Absichtlich anstecken im Dienste der Wissenschaft? Forscher erhoffen sich davon schnellere Fortschritte in der Impfstoffentwicklung. Die angemessene Bezahlung für dieses Risiko ist aber ein ethischer Streitpunkt.

          3 Min.

          Im Kampf gegen das Coronavirus und zur Entwicklung eines Impfstoffes bereitet Großbritannien erstmals einen Test mit jungen Freiwilligen vor, die sich absichtlich mit dem Virus anstecken lassen. In dieser Woche hat die Regierung für das Projekt, genannt „UK Human Challenge Programme“, etwas mehr als 33 Millionen Pfund freigegeben. Das Projekt wird vom renommierten Imperial College London geleitet, beteiligt ist auch die Firma hVivo, die sich auf solche Freiwilligen-Experimente spezialisiert hat.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Sie suchen derzeit nach bis zu 90 Freiwilligen im Alter von 18 bis 30 Jahren. Sie sollen zielgerichtet mit kleinen, langsam gesteigerten Dosen des Coronavirus infiziert werden und müssen sich dann zwei bis drei Wochen in einer speziellen Isolationsstation des Royal Free Hospital aufhalten. Die konkreten Infektionstests werden wohl erst im Januar beginnen. Als Entschädigung für ihre Teilnahme an dem Test und die verlorene Zeit erhalten die Probanden 4000 Pfund (etwa 4400 Euro).

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