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Juso-Chef Kevin Kühnert : Der Arbeiterschreck

Der Albtraum eines jeden BMW-Betriebsrats: Juso-Chef Kevin Kühnert forderte zuletzt in einem Interview, BMW, Daimler und Co. in Gemeinschaftseigentum überzuführen. Bild: Andreas Pein

Mit seiner Kapitalismuskritik irritiert Juso-Chef Kevin Kühnert eine Kernklientel der SPD. Das sorgt für Kritik in den eigenen Reihen und auch für den Wahlkampf ist es Gift. Bringt es auch die Regierung in Gefahr?

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          Seit dieser Woche nimmt der Europawahlkampf endlich Fahrt auf. An den Kandidaten, die für die deutschen Parteien nach Brüssel wollen, liegt das nicht. Auch nicht an Themen wie der künftigen Architektur der Eurozone oder dem Schutz der europäischen Außengrenzen. Sondern an Kevin Kühnert, dem Beamtensohn und Politikstudenten aus dem Berliner Südwesten.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Lange war es relativ still um den Juso-Chef. Jetzt hat er es geschafft, das Kernmilieu der SPD so richtig gegen die eigene Partei aufzubringen: „Für Arbeiter deutscher Unternehmen ist die SPD nicht mehr wählbar“, schimpft Manfred Schoch, Chef des Gesamtbetriebsrats beim Autobauer BMW in München. „Die SPD sollte sich dringend überlegen, für wen sie stehen will“, assistiert der Kollege von Daimler, Michael Brecht, „für sichere Arbeitsplätze und eine nachhaltige Industriepolitik – oder für realitätsferne Fantasien, die am Ende nur Arbeitsplätze kosten und die soziale Ungleichheit erhöhen.“

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