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Trotz Firmeninsolvenz : Wirtschaftsministerin verteidigt Millionengehalt des Air-Berlin-Chefs

  • Aktualisiert am

An Air-Berlin-Schaltern werden noch Flüge von Niki abgefertigt. Bild: dpa

Brigitte Zypries gibt bald das Wirtschaftsministerium ab. Jetzt verteidigt sie noch den Air-Berlin-Chef, der trotz Firmeninsolvenz ein Millionengehalt bekommt.

          Die scheidende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hält das in der Insolvenz abgesicherte Millionengehalt von Ex-Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann für rechtens. Der „Welt am Sonntag“ sagte Zypries: „Ich will bei der Debatte um das Gehalt von Winkelmann nur sagen, dass man die Fakten korrekt wiedergeben muss.“ Man könne einen solchen Vertrag moralisch schlecht finden, aber er stamme aus der Zeit vor der Insolvenz.

          „Und Etihad zahlt das Gehalt“, sagte Zypries. „Ich kann verstehen, dass andere es für problematisch halten. Aber juristisch lässt sich dagegen wenig sagen.“ Der Ausstieg von Etihad sei Winkelmann zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht bekannt gewesen.

          Air Berlin hatte am 27. Oktober den Flugverkehr eingestellt, nachdem die Gesellschaft – mit 1,5 Milliarden Euro verschuldet – im August Insolvenz angemeldet hatte. Großaktionär Etihad wollte den Fortbestand des lange defizitären Unternehmens nicht weiter finanzieren.

          Zypries erwartet nach dem Aus für Air Berlin keine steigenden Ticketpreise. Sie kritisierte hingegen Tickets zu Dumpingpreisen. „Wenn das Flugticket zehn Euro kostet, dann kann ich nicht glauben, dass das kostendeckend ist“, sagte sie der „WamS“.

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