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1246 Seiten Brexit-Deal : Was ändert das Abkommen zwischen Großbritannien und der EU?

Premierminister Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen (v.l.) konnten sich an Heiligabend auf ein Abkommen zum Brexit einigen. Bild: AP

Die EU und das Vereinigte Königreich haben sich doch noch auf ein Abkommen für den Brexit geeinigt. Was ändert sich nun ab Januar? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen zu Handel, Visa und Fischerei.

          5 Min.

          Was deckt das Freihandelsabkommen ab?

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Es geht nicht nur um den Handel mit Waren oder Dienstleistungen. Das 1.246 Seiten lange Abkommen regelt auch den Schutz von Investitionen, Wettbewerb, Staatshilfen, Steuertransparenz, Transport, Energie und Klimaschutz, darüberhinaus Fischereirechte, Datenschutz und die Kooperation der Sozialversicherungen. Der Zusammenarbeit der Justiz ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

          Was bedeutet die Einigung für den Warenhandel?

          Im vergangenen Jahr exportierte die EU 13 Prozent ihrer Waren in das Vereinigte Königreich. Der Anteil der EU an den britischen Exporten lag bei 43 Prozent. Das Volumen des Warenhandels lag zuletzt bei 500 Milliarden Euro. Die EU erzielte dabei einen Handelsüberschuss von rund 110 Milliarden Euro. Hätten sich beide Seiten nicht geeinigt, hätten sie nach den Regeln der Welthandelsorganisation von Anfang Januar an Zölle auf die Einfuhr von Waren erheben müssen. Für Autos etwa hätte ein Zoll von 10 Prozent, für sensible Agrarprodukte wie Käse wären sogar 40 Prozent oder mehr angefallen. Das ist jetzt vom Tisch. Es werden weder Zölle erhoben noch wird die Einfuhr bestimmter Produkte durch Quoten begrenzt. Zudem – und das wäre bei einem harten Brexit nicht der Fall gewesen – ermöglicht das Abkommen weiter reibungslose Warentransporte per Straße und Luft.

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