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Umfrage zum No-Deal-Austritt : Brexit bedroht deutsche Arbeitsplätze

Stellen in der Autoproduktion könnten bald auf dem Prüfstand stehen. Bild: dpa

Die Gefahr eines ungeordneten EU-Austritts der Briten wächst – und er bringt auch Risiken für deutsche Arbeitnehmer mit sich. In drei Wirtschaftsbranchen rechnen besonders viele Unternehmen mit Stellenstreichungen.

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          Ein ungeordneter Brexit droht in Deutschland auf breiter Front zum Abbau von Arbeitsplätzen zu führen. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und des Beratungshauses Deloitte. Demnach rechnet ein Viertel der befragten Unternehmen damit, dass ein No-Deal-Brexit in der eigenen Belegschaft in Deutschland zu Stellenstreichungen führen würde.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In der Auto- und Konsumgüterindustrie, sowie im Bankgewerbe erwartet für diesen Fall sogar mehr als ein Drittel der Unternehmen einen Arbeitsplatzabbau in Deutschland. Großbritannien ist einer der wichtigsten Exportmärkte für in Deutschland gefertigte Autos. „Negative Effekte werden mit Sicherheit eintreten. Sie lassen sich auch durch beste Vorbereitung nicht verhindern“, warnte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.

          Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen schätzt den drohenden Schaden durch einen No-Deal-Brexit als hoch oder sehr hoch ein. Gleichwohl hat bisher nur etwa jedes zweite Unternehmen einen Notfallplan für einen solchen ungeordneten Brexit aufgestellt. An der im Februar durchgeführten Umfrage haben 262 deutsche Großunternehmen teilgenommen.

          Großbritannien soll die EU am 29. März verlassen. Noch immer ist unklar, ob sich London und die EU rechtzeitig auf einen Austrittsvertrag verständigen können. Dieser soll dafür sorgen, dass der Brexit für die Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals zumindest vorerst glimpflich verläuft.

          Die britische Regierung und die EU-Kommission haben anderthalb Jahre lang um den Austrittsvertrag gerungen. Doch bisher hat das britische Parlament dem Brexit-Deal nicht die notwendige Zustimmung erteilt.

          Stattdessen fordern britische Abgeordnete vor allem bei den vertraglichen Regelungen für die britische Provinz Nordirland Nachbesserungen. Am kommenden Dienstag soll das britische Unterhaus abermals über den Austrittsvertrag abstimmen. Am Tag darauf könnte ein weiteres Votum über eine Verschiebung des Austrittstermins folgen.

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