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Brauereien : Die Deutschen haben keine Lust mehr auf Bier

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Die Deutschen haben immer weniger Durst auf Bier. Bild: dpa

Der Biermarkt in Deutschland schrumpft. Schon wieder haben die Brauereien weniger Gerstensaft verkauft. Besser laufen fast ausschließlich alkoholfreie Sorten.

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          Der Bierdurst der Deutschen geht zurück. Sieben Jahre nacheinander haben die Brauereien weniger Gerstengebräu abgesetzt - auch im vergangenen Jahr ist das so gewesen, hat nun das Statistische Bundesamt ausgerechnet.

          Insgesamt verkauften die Brauereien 94,6 Millionen Hektoliter im zurückliegenden Jahr - so wenig wie noch nie seit der Wiedervereinigung vor mehr als 20 Jahren. Im Jahr 2012 waren es noch 96,5 Millionen Hektoliter gewesen. Der Brauer-Bund nennt zwei Gründe: das gemischte Wetter im vergangenen Jahr und die fortschreitende Alterung der Gesellschaft.

          Wachsender Export außerhalb Europas

          Im Inland wurden 2013 beinahe 80 Millionen Hektoliter und damit knapp 2 Prozent weniger als im Jahr zuvor verkauft. Auch dies ist ein seit sieben Jahren ungebrochener Trend. Beim insgesamt um knapp 4 Prozent rückläufigen Export zogen nur die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU an - die dafür aber kräftig um 9 Prozent.

          Die starke Nachfrage nach deutschem Bier etwa in den Vereinigten Staaten und China nannte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, „ermutigende Trends“.

          Auf dem deutschen Markt sind dem Verband zufolge vor allem alkoholfreie Biere seit Jahren immer stärker gefragt. Diese Biersorten sind aber nicht in der amtlichen Steuerstatistik enthalten, weil für sie keine Steuer anfällt. 2012 machten die alkoholfreien Biere mit gut 4,1 Millionen Hektolitern knapp 4,3 Prozent des Ausstoßes aus. Für 2013 werde abermals mit einer Steigerung gerechnet.

          Eine ähnliche Marktgröße erreichen die versteuerten Biermischungen mit Limonade, Cola und Säften, wie das Bundesamt berichtete. Sie machten 2013 mit 4,2 Millionen Hektolitern 4,5 Prozent des Absatzes aus. Aber auch hier sank die abgesetzte Menge zum Vorjahr um 1,9 Prozent.

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