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Brasilien kommt nicht voran : Bolsonaro stürzt ab

Verliert rasant an Beliebtheit: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro Bild: Reuters

Brasiliens Staatschef Bolsonaro steckt in der Krise. Investoren und seine Minister verlieren den Glauben an Reformen. Deutsche Unternehmen sind dennoch optimistisch.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Selten hat ein neuer Staatschef sein politisches Kapital so rasch verspielt wie der brasilianische Rechtspopulist Jair Bolsonaro. Fünf Monate nach seinem Amtsantritt hat sich die Zustimmung zu seiner Regierung laut Umfragen auf nur noch ein Drittel der Brasilianer halbiert. Besonders groß ist die Enttäuschung in der Wirtschaft, die sich viel von den angekündigten Reformen des ultraliberalen Superministers für Wirtschaft und Finanzen, Paulo Guedes, versprochen hatte. Laut Umfragen der Investmentbank XP Investimentos unter Finanzinvestoren fanden neun von zehn professionellen Anlegern die neue Regierung zu Jahresbeginn „gut oder optimal“. Fünf Monate später sagen dies nur noch 14 Prozent der befragten Investoren, 43 Prozent bewerten die Regierungspolitik dagegen als „schlecht oder sehr schlecht“.

          Statt sein politisches Kapital für die rasche Umsetzung von Reformen einzusetzen, verzettelte sich Bolsonaro in ideologischen Grabenkämpfen um den Sexualkundeunterricht an Schulen und die Ausstattung möglichst vieler „anständiger Bürger“ mit möglichst vielen Waffen.

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