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Unternehmensberater : Carsten Kratz verlässt BCG

Carsten Kratz Bild: Boston Consulting Group

Der langjährige Deutschland-Chef der Boston Consulting Group verlässt überraschend die Unternehmensberatung. Dabei war gerade erst ein neuer Posten für ihn eingerichtet worden.

          Der frühere Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Boston Consulting Group, Carsten Kratz, wird das Unternehmen Ende September verlassen. Das teilte Kratz am Mittwoch überraschend den Partnern des Beratungshauses in einer Mail mit: „Mit Anfang 50 stellt sich die Frage, was man die nächsten Jahre noch vorhat“, wirbt der 51 Jahre alte Berater in der Mail um Verständnis für seine Entscheidung bei den anderen Teilhabern. Die Mitarbeiter des Unternehmens wurden am Abend informiert.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Was Kratz künftig beruflich machen wird, ließ er offen. „Bitte habt Verständnis, dass ich Euch das zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen kann“, bat er in der Mail um Nachsicht, er sei noch bis Ende September an Bord, spätestens dann werde er es mitteilen.

          Kratz arbeitet seit fast 30 Jahren für BCG, die vergangenen sechs Jahre als Deutschland-Chef. Diesen Posten musste er im Frühjahr turnusgemäß räumen, weil nach den internen Regeln nur zwei dreijährige Amtszeiten erlaubt sind. Zu seinem Nachfolger wurde der 40 Jahre alte Matthias Tauber bestimmt.

          In seiner Abschiedsmail wünschte Kratz seinem Nachfolger alles Gute, mit ihm an der Spitze liege das Team „in den besten Händen“. Kratz selbst kann auf eine erfolgreiche Zeit an der Spitze zurückblicken. Während seiner Amtszeit hat sich der Umsatz im Deutschland-Geschäft fast verdoppelt – auf jetzt knapp eine Milliarde Euro.

          Nachfolger Matthias Tauber

          Um Kratz zu halten, war für ihn im Frühjahr eigens die neue Position eines BCG-Chairman für Deutschland und Österreich geschaffen worden. Was aus dieser Position nun wird, ist unklar.

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