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Johnsons Hardliner : Der Brexit-Finanzminister

Der neue britische Finanzminister Sajid Javid hat sichtlich gute Laune, als er am 24. Juli eine Kabinettssitzung in der Downing Street in London verlässt. Er ist einer der Minister, die der neue Premierminister, Boris Johnson, eingesetzt hat. Bild: Reuters

Sajid Javid soll für Boris Johnson verhindern, dass der Brexit ein Milliarden-Loch in den britischen Staatshaushalt reißt. Auf den früheren Banker wartet eine extrem schwierige Aufgabe.

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          Nun beginnt das letzte Kapitel der zähen Brexit-Saga, so wollen es die Befürworter eines britischen EU-Austritts. In 99 Tagen, hat der neue Premier Boris Johnson angekündigt, werde das Vereinigte Königreich ausscheiden – „ohne Wenn und Aber“. Am 31. Oktober will Johnson „liefern“, mit oder ohne Vertrag. Ob das gelingt, steht in den Sternen. Die Widerstände gegen einen No-Deal-Brexit sind groß. Und selbst wenn der Austritt kommt: Es wird ein riskanter Weg ins Ungewisse.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Einer der wichtigster Mitstreiter und Schlüsselminister auf diesem Weg wird Sajid Javid sein, ein Unterstützer des harten Brexit-Kurses. Er folgt auf Philip Hammond, einen Brexit-Bremser. Als Finanzminister – offizieller Titel: Kanzler und Unter-Sekretär des Schatzamtes Ihrer Majestät – dürfte der 49 Jahre alte asiatischstämmige Konservative die Folgen von Brexit und lähmender Vor-Brexit-Unsicherheit bald spüren. Ein chaotischer Brexit würde ein Milliarden-Loch in Ihrer Majestät Staatsfinanzen reißen, die seit der Finanzkrise ohnehin nicht blendend aussehen.

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