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Börsenfusion : Ende der Hausmannskost bei der Börse

  • -Aktualisiert am

Erfolgreiche Vergangenheit, ungewisse Zukunft: Theodor Weimer (links) muss die Deutsche Börse in unsicherem Fahrwasser lenken. Bild: Helmut Fricke

Börsen gewinnen mit ihrer Größe, sie leben von Skalierung. Die Kombination von Handelsplätzen übt also Charme aus. Die Deutsche Börse hat noch keine Antwort.

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          Es ist ein Paukenschlag. Die Börse Hongkong will die London Stock Exchange (LSE) übernehmen – für stolze 36 Milliarden Euro. Die Nachricht platzt mitten hinein in eine Milliarden-Übernahme, die der Londoner Handelsplatz selbst initiiert hat. Erst vor wenigen Wochen hatte die LSE verkündet, den Finanzdaten- und Handelsplattformanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Dollar zu kaufen. Die Konsolidierung im Börsengeschäft gewinnt damit wieder an Fahrt. Auf einmal scheinen Großfusionen wieder den Geschmack zu treffen.

          Zugegeben, es fällt schwer, sich eine erfolgreiche Übernahme der Londoner Börse durch die Börse Hongkong vorzustellen. Ein Politikum ist das Börsengeschäft schon in normalen Zeiten. Hinzu kommt nun: Die Transaktion gilt als komplex, teuer und regulatorisch schwer zu stemmen, noch dazu mit der Hauptquartier-Frage als regelmäßigem Spielverderber. In den aufgeheizten Tagen des Handelskrieges zwischen den Vereinigten Staaten und China und der Dauer-Demonstrationen in Hongkong erscheint es fast abstrus, ein solches Vorhaben aus Hongkong anzetteln zu wollen. Und doch versucht es die dortige Börse. Denn auch diese Wahrheiten gelten:

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