BMW : Der Tesla-Angreifer wird in München gebaut
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Angela Merkel begutachtet auf der IAA den elektrischen Sportflitzer von BMW. Bild: BABANI/EPA-EFE/REX/Shutterstock
Der Autohersteller BMW wird sein Elektromobil „BMW i Vision Dynamics“ am Stammsitz in München bauen. Noch ist aber nicht klar, wann genau das Auto, das intern „Tesla-Fighter“ genannt wird, in Serie geht.
Lange haben sich die deutschen Autohersteller vorhalten lassen, dass Tesla ihnen zeigt, wie Elektromobilität geht. Die Bayerischen Motorenwerke glauben nun eine Antwort auf die Elektroflitzer aus Kalifornien gefunden zu haben: Auf der IAA haben sie den „BMW i Vision Dynamics“ enthüllt. Interner Kampfname: Tesla-Fighter. Reichweite: 600 Kilometer. Ansonsten machen sie viel Gewese um das gute Stück; wann genau und wie das Auto auf den Markt kommt und zu welchem Preis - alles geheim.
Eine Frage aber hat sich geklärt: Das Modell wird in München vom Band laufen. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag am BMW-Stand vorbeigeschaut hat, zeigte Vorstandschef Harald Krüger natürlich auch seinen Tesla-Angreifer. Das war die Chance für Betriebsratschef Manfred Schoch, Pflöcke einzuschlagen. Das Tolle an dem fortschrittlichen Auto sei, so erklärte er der Kanzlerin beiläufig, dass es nicht irgendwo, sondern am Stammsitz in München produziert werde.
Die daneben stehenden BMW-Vorstände waren verdutzt. Die Botschaft war nicht abgestimmt. Auch ist es nicht üblich, dass Betriebsräte Standortentscheidungen verkünden, von den Gepflogenheiten in den staatskapitalistischen VW-Betrieben vielleicht abgesehen. Nun ist die Sache aber in der Welt, Widerspruch zwecklos, die Kanzlerin ist Zeugin, und Manfred Schoch hat ein Argument mehr für die nächsten Betriebsratswahlen im BMW-Konzern.