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Blick in die Zukunft : Wie Künstliche Intelligenz Leben retten kann

In der Pathologie des Universitätsklinikums Essen werden Gewebeproben gescannt und digitalisiert Bild: Stefan Finger

Hat die Patientin Metastasen? Wie schwer war ein Schlaganfall? Mit Hilfe selbstlernender Algorithmen können Ärzte schnellere und bessere Diagnosen stellen. In Deutschland steckt diese Entwicklung aber noch in den Kinderschuhen.

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          Wenn Michael Forsting wissen will, ob der Krebs in der Gebärmutter einer Patientin gestreut hat, zieht er einen seiner zuverlässigsten Mitarbeiter zu Rate: einen Algorithmus, den das Uniklinikum in Essen selbst entwickelt hat und den der Direktor des Instituts für Radiologie schon mit Informationen anderer Fälle gefüttert hat – konkret mit Aufnahmen von Tumoren und dazu jeweils die Angabe, ob sich Metastasen gebildet haben oder nicht. Über die Zeit lernte das System, welche Merkmale vorliegen müssen, damit es Alarm schlagen sollte und liefert heute ziemlich treffsicher das richtige Ergebnis. „Künstliche Intelligenz ist nicht fehlerfrei. Aber sie wird ohne Zweifel dazu führen, dass die Medizin besser wird“, sagt Forsting.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          In Essen kommen selbstlernende Algorithmen nicht nur bei Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs zum Einsatz. Sie helfen auch, die Schwere eines Schlaganfalls festzustellen und bösartige Erkrankungen (Karzinome) der Lunge oder der Leber zu erkennen. In manchen Bereichen ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz schon Routine, doch am Ende schaut immer nochmal ein Arzt auf die Ergebnisse. Die Forschung sei weit vorangeschritten, sagt Forsting. „Wenn unser Algorithmus sagt, es liegen keine Metastasen vor, untersuchen wir aber trotzdem noch einmal den ganzen Körper.“

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