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Bitkom : Deutsche ITK-Branche lahmt

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In diesem Jahr dürfte die deutsche ITK-Branche noch mäßig wachsen. Wichtige Impulse gehen nach Ansicht des Branchenverbands Bitkom von der Cebit aus.

          Die deutsche Computer- und Telekommunikationsindustrie (ITK) ist im vorigen Jahr kaum gewachsen. Nach Prognosen des Branchenverbandes Bitkom wird sie auch 2002 hinter der Entwicklung in Westeuropa zurückbleiben.

          Der Markt für Computer, Telekommunikationsgeräte und dazugehörige Dienstleistungen in Deutschland sei 2001 nur um 1,7 Prozent auf 137,8 Milliarden Euro gewachsen, sagte Bitkom-Präsident Volker Jung am Dienstag vor der Eröffnung der diesjährigen Technologiemesse Cebit in Hannover. Die Hersteller von Personalcomputern und Geräten der Telekommunikation verzeichneten laut Bitkom erstmals starke Umsatzrückgänge.

          „Ich darf Ihnen sagen, wir haben das Schlimmste hinter uns.“ (Bitkom-Präsident Volker Jung)

          Für 2002 erwartet der Verband in Deutschland insbesondere von der Cebit Impulse für einen Aufschwung. Dieser wird laut Bitkom mit einer Wachstumsprognose von 4,2 Prozent auf 143,6 Milliarden Euro aber schwächer ausfallen als in Westeuropa und auf dem Weltmarkt. In einzelnen Sparten wird erneut mit Umsatzrückgängen gerechnet. Bitkom-Präsident Jung forderte von der Bundesregierung bessere politische und steuerliche Rahmenbedingungen. Die jüngste Entwicklung der High-Tech-Branche in Deutschland müsse nachdenklich stimmen.

          Angetrieben wird der deutsche ITK-Markt in diesem Jahr vor allem von neuen Diensten rund ums Handy und das Internet. Für Dienste beim Mobilfunk werde ein Wachstum von elf Prozent erwartet, sagte Jung. Bei Internetdiensten wird ein Plus von etwa 20 Prozent erwartet.

          Erst im nächsten Jahr darf die Branche dann auch hierzulande wieder mit ähnlich starken Wachstum wie vor dem Konjunktureinbruch rechnen. Jung erwartet dann ein Plus von 8,6 Prozent auf 156 Milliarden Euro. Voraussetzung sei aber der zügige Ausbau der Netze für den neuen Mobilfunkstandard UMTS, sagte Jung.

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