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Unsichere Anlage : Nicht vom Bitcoin narren lassen!

  • -Aktualisiert am

„Komplette Ablehnung von Bitcoin in El Salvador“: Demonstration gegen den Bitcoin in San Salvador Bild: Reuters

Die Verheißungen der populärsten Krypto-Anlage sind unerfüllbar, seine Makel werden unterschätzt. Warum der Bitcoin mehr Spuk als Spielerei ist und auch in der Nachhaltigkeit versagt. Ein Gastbeitrag.

          9 Min.

          Der Bitcoin-Boom hält trotz wiederholter Rückschläge an. Der bisherigen Erfolgsgeschichte des populärsten Krypto-Assets mit einer Marktbewertung von fast einer Billion Dollar liegen drei Versprechen zugrunde: erstens, eine globale effiziente Währung zu schaffen, die zweitens inflationssicher ist und sogar kräftige Kapitalgewinne ermöglicht und drittens das „souveräne Individuum“ vom Staat befreit und ermächtigt. Die Verheißungen dieser digitalen Dreifaltigkeit werden aber nicht erfüllt. Und da die kollektive Selbsttäuschung inzwischen eine Dimension erreicht, die erheblichen gesellschaftlichen Schaden anrichten kann, werden Interventionen von Gesetzgebern immer wahrscheinlicher – und spätestens dann droht das Kartenhaus einzustürzen.

          Aber eins nach dem anderen: Bitcoin war zunächst nur eine Spielerei, deren ökonomische Begründung vorgeschoben wirkte. 2007 hat eine nach wie vor nebulöse Gruppe von Softwareentwicklern ein völlig dezentral organisiertes Buchungskonzept erfunden, das elektronische Zahlungen über Verschlüsselung weitgehend anonymisiert und unumkehrbar – das heißt ohne nachträgliches Settlement – ermöglicht. Unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto wurden ein Weißpapier und der Quellcode zu diesem „digitalen Bargeld“ veröffentlicht; im Januar 2009 wurden die ersten fünfzig Bitcoins erzeugt. Ohne zentrale Instanz steuert, überwacht und speichert ein globales Netzwerk gleichwertiger Rechner das System und setzt die ökonomischen Anreize aller Beteiligten, das System am Laufen zu halten. Alle paar Minuten werden neue Datenpakete in die „Blockchain“, ein digitales Zahlungsbuch, gepackt.

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