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Billigflieger : Germanwings geht an den Start

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Ist Platz am Himmel für weitere Billigflieger? Bild: Germanwings

Germanwings ist der nächste Newcomer auf dem deutschen Billigflugmarkt. Das Geschäft mit den preiswerten Fliegern ist inzwischen hart umkämpft.

          Mit der Fluglinie „Germanwings“ steigt Eurowings ab dem 27. Oktober in das Billigflug-Geschäft ein. Die Airline wird Flüge nach Berlin und in europäische Metropolen ab 29 Euro anbieten. In dem Preis für die einfache Strecke seien Steuern und Gebühren enthalten, sagte Eurowings-Chef Friedrich-Wilhelm Weitholz am Freitag in Köln. Flüge können ab sofort gebucht werden.

          Heimatflughafen für die neue Niedrigpreis-Linie ist Köln/Bonn. „Der Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen gehört europaweit zu den fünf größten Ballungsräumen und ist mit Flugreiseangeboten eindeutig unterversorgt“, begründet Weitholz die Wahl des Köln/Bonner Flughafens. Auch TUI hat den Köln/Bonner Flughafen als Stützpunkt für ihre Billig-Airline „Hapag-Lloyd Express“ ausgesucht.

          Germanwings will Geschäft noch ausbauen

          Bei Germanwings ist auch die Lufthansa beteiligt. An der Muttergesellschaft Eurowings hält Lufthansa nämlich 24,9 Prozent der Anteile. Germanwings geht mit fünf Flugzeugen vom Typ Airbus A 319 und A 320 an den Start. Sie waren bisher im Charterverkehr eingesetzt. Im kommenden Jahr soll die Flotte noch verdoppelt werden.

          Im ersten Anlauf wird Germanwings zehn europäische Städte anfliegen: Barcelona, Berlin, London (Stansted), Madrid, Mailand (Malpensa), Nizza, Paris (Charles de Gaulle), Rom, Wien und Zürich. Mit dem weiteren Ausbau des Geschäfts sind zusätzliche Flüge in Mittelmeerregionen geplant. Mit diesem Programm setzt sich die Airline bereits von Konkurrent Ryanair ab. Der etablierte irische Billigflieger flog bisher von Deutschland aus weder nach Österreich, noch in die Schweiz. Auch Barcelona und Madrid hat Ryanair nicht im Programm.

          Immer mehr Billigflieger drängen auf den Markt

          Der Billigflieger-Markt wird immer umkämpfter. Ab Ende September will Air Berlin preiswerte Flüge in europäische Großstädte anzieten. Die Niedrigpreis-Flieger der Air Berlin sollen nicht nur von Berlin-Tegel und Düsseldorf aus starten: Auch Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn /Lippstadt, Nürnberg und Hamburg sind im Gespräch. Die Eckpreise sollen zwischen 39 und 79 Euro liegen. Inklusive sind nach Angaben der Airline nicht nur Steuern und Gebühren, sondern auch Getränke und ein kleiner Imbiss.

          Neu im Programm bei Ryanair sind ab dem 31. Oktober Flüge von Straßburg nach Stansted bei London. Tickets für die neue Ryanair-Strecke kosten 90 Euro. Die Airline hofft durch das Angebot, den baden-württembergischen Markt noch besser abdecken zu können und zusätzlich Kunden aus dem Elsass zu gewinnen. Straßburg habe man unter anderem auch deshalb gewählt, weil die Geschäftsführung des Baden Airports nicht entschlussfreudig genug gewesen sei und die neue Verbindung von diesem Flughafen aus nicht schnell genug hätte entstehen können, hieß es bei Ryanair.

          Auch TUI hebt zu Niedrigpreisen ab

          Nicht nur Air Berlin und Ryanair machen der neuen Germanwings Konkurrenz: Ende August hatte auch schon TUI bekannt gegeben, mit einer neuen Billigfluglinie namens Hapag-Lloyd Express“ an den Start zu gehen. Mit acht Boeing-Maschinen der Fluggesellschaft Germania will Hapag-Lloyd Express innerdeutsche und europäische Strecken bedienen.

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