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Billigflieger : Gericht stoppt irreführende Werbung bei Ryanair

  • Aktualisiert am

Der irische Billigfluglinie Ryanair hat sich nach einer Gerichtsentscheidung der irreführenden Werbung schuldig gemacht. Der Flughafen Niederrhein darf nicht mehr länger als „Düsseldorf“ bezeichnet werden.

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          Der irische Billigfluglinie Ryanair hat sich nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln der irreführenden Werbung schuldig gemacht und darf den Flughafen Niederrhein bei Weeze nicht länger in die Nähe von Düsseldorf rücken.

          Die 33. Zivilkammer des Landgerichts bestätigte am Dienstag eine einstweilige Verfügung vom Mai, wonach Ryanair in ihrer Werbung nicht mehr von einem Flughafen „Niederrhein (Düsseldorf)“ sprechen darf. Die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs hatte darin eine Irreführung der Kunden und eine Wettbewerbsverzerrung gesehen. Weeze liege 70 bis 80 Kilometer nordwestlich von Düsseldorf und sei mit dem Auto im günstigsten Fall in 40 Minuten zu erreichen, häufig dauere die Fahrt aber deutlich länger, begründete das Gericht seine Entscheidung. Damit könne der Ort Weeze keinesfalls mehr zum Einzugsgebiet von Düsseldorf gerechnet werden, wie dies Ryanair suggeriere.

          Die Kunden würden auf der Internet-Seite von Ryanair nicht hinreichend über diesen Zusammenhang aufgeklärt. Nur durch viefaches Hin- und Herklicken werde die tatsächliche Lage des Flughafens deutlich. Die Irreführung über die geographische Lage sei auch wettbewerbsrechtlich relevant, stellte das Gericht fest. Schließlich würden viele Kunden im guten Glauben an die nahe Lage zu Düsseldorf einen Flug über Weeze buchen und womöglich erst später feststellen, daß sie getäuscht wurden. Ryanair könne sich auch nicht darauf berufen, daß die Verbraucher um die oft zweitrangige Lage der angeflogenen Flugplätze wisse.

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