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1,4 Prozent : Billigeres Öl drückt Inflationsrate auf tiefsten Stand seit einem Jahr

Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten Bild: dpa

Gesunkene Energiepreise bremsen die Teuerung aus. Ökonomen sehen in der steigenden Kaufkraft das beste Mittel gegen die schwächelnde Konjunktur.

          Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich zum Jahresbeginn deutlich abgeschwächt. Vor allem wegen der gesunkenen Kosten für Energieprodukte fiel die Inflationsrate im Januar auf 1,4 Prozent nach 1,7 Prozent im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekanntgab.

          Philip Plickert

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Im Sommer und Herbst 2018 lag die Inflation noch deutlich über 2 Prozent. Der aktuelle Wert ist die tiefste Inflationsrate seit einem Jahr. Im Vergleich zum Dezember sanken die Verbraucherpreise im Januar sogar um 0,8 Prozent. „Die gesunkenen Benzin- und Heizölpreise sorgen für niedrige Inflation, Tendenz fallend“, erklärte der Chefvolkswirt der KfW-Förderbank Jörg Zeuner. „Seit Oktober ist der Rohölpreis um fast ein Drittel gefallen“, fügte er hinzu. Für die Geldpolitik sei aber der Auslastungsgrad der Wirtschaft entscheidender.

          Der ING-Volkswirt Carsten Brzeski sagte, wegen der gesunkenen Energiepreise werde die Kaufkraft der Verbraucher steigen. Das mache sie zum „besten Rezessionsbekämpfungsinstrument“. Im ganzen Euroraum werden sinkende Inflationsraten erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet laut ihrer Prognose, dass die Euroraum-Inflation zum Jahresende 2019 die Talsohle durchschritten hat und dann bei 1,4 Prozent liegt.

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