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Bilanzen : SEC hat Xerox im Visier

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Der Kopierausrüster steht im Verdacht, über Jahre hinweg seine Bilanzen frisiert zu haben.

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          Die US-Börsenaufsicht SEC hat den Xerox-Konzern vor einem US-Bundesgericht in New York wegen Betrugs verklagt. Die Securities and Exchange Commission (SEC) wirft dem US-Kopiererproduzenten vor, in den Jahren 1997 bis 2000 ihren Umsatz um insgesamt drei Milliarden Dollar und den Vorsteuergewinn um insgesamt 1,5 Milliarden Dollar geschönt zu haben.

          Das leitende Management solle bilanzielle Maßnahmen ergriffen haben, um die Markterwartungen zu erfüllen. Bis 1998 seien fast drei von zehn Dollar im Vorsteuergewinn durch solche Maßnahmen entstanden, heißt es von Seiten der SEC, die die Vorgänge seit Juni 2000 untersucht.

          Xerox bezahlt freiwillig eine rekordhohe Zivilstrafe

          „Xerox hat seine Buchführung verwendet, um seine operativen Ergebnisse zu polieren und zu verzerren, statt sie genau zu beschreiben“, erklärte Stephen M. Cutler, der SEC-Aufsichtsdirektor.

          Auch die Rolle der Wirtschaftsprüfungsagentur KPMG wird in diesem Zusammenhang von der SEC untersucht. KPMG hatte die Bilanzen von Xerox testiert.

          In der vergangenen Woche hatte Xerox ohne Anerkennung der Vorwürfe der Zahlung einer Zivilstrafe von zehn Millionen Dollar zugestimmt. Es handelt sich dabei um die bisher höchste Summe, die ein US-Unternehmen wegen Bilanzierungsverstößen gezahlt hat. Ferner hatte Xerox angekündigt, ihre Geschäftsergebnisse bis 1997 zurück neu auszuweisen.

          Xerox-Chefin Anne M. Mulcahy erklärte, der Vergleich lege die noch offenen Fragen mit der SEC bei. Die Behörde hat Xerox als Teil des Vergleichs insgesamt 90 Tage mehr Zeit zur Einreichung ihrer Geschäftsergebnisse für das Jahr 2001 und für das erste Quartal 2002 gegeben.

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